Zeitungsstapel

Tectum in der Presse

Aktuelle Rezensionen, Interviews und News haben wir hier für Sie zusammengestellt.

News

Hochschule post Corona

Mit der Corona-Krise wurden deutsche Hochschulen vor die Herausforderung gestellt, die Digitalisierung ihres Betriebs in Windeseile voranzutreiben. Der Tectum Verlag reagiert ebenso schnell und widmet sich in aktuellen Publikationen dem Thema der Digitalisierung in Studium und Lehre.

Die Studie „Vom Corona-Shutdown zur Blended University? – ExpertInnenbefragung Digitales Sommersemester“ herausgegeben von Funda Seyfeli, Laura Elsner und Dr. Klaus Wannemacher ist soeben im Tectum Verlag erschienen und offenbart gleichermaßen das rasche Reaktionsvermögen der Organisation Hochschule in der Krise wie auch die vielfältigen Herausforderungen der pandemiebedingten ‚Betriebsstörung‘ und abrupten Digitalisierung im Sommersemester 2020. Ausgehend von einer akteurspezifischen Analyse zentraler Problemlagen und hochschulpolitischer Handlungsbedarfe eröffnet die Studie einen kurzen Ausblick auf eine Hochschule post Corona.

Die ExpertInnenbefragung „Digitales Sommersemester“ fokussiert auf die mittelfristigen Folgen der Corona-Pandemie für Studium und Lehre. Auf Grundlage multiperspektivischer Befragungen unter Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden von Supporteinrichtungen entsteht ein differenziertes Bild der Hochschule im Shutdown. Die Studie ist frei zugänglich in der Tectum eLibrary verfügbar.

Auch das bereits im Mai 2020 erschienene „Handbuch Hochschullehre Digital“ ist ein Wegweiser in die Digitale Lehre. Prof. Dr. Jürgen Handke stellt darin Wege vor, wie der Einstieg in eine nachhaltige Digitalisierung der Hochschullehre gelingen kann. Ausgehend von Problemen der Hochschullehre diskutiert er die Möglichkeiten anhand von konkreten Beispielen und zeigt kleinschrittig deren Umsetzung auf.

Getrieben durch die Herausforderungen der Corona-Krise sind Ideen zur Umsetzung der Digitalisierung der Lehre plötzlich dringend notwendig – der Tectum Verlag gibt Betroffenen und Interessierten die entsprechende Literatur zur Hand.

Start der Studienreihe der Forschungsgruppen des Kölner Forums für Internationale Beziehungen und Sicherheitspolitik e. V. (KFIBS)

Mit Beginn des neuen Jahres erscheinen im Tectum Verlag Band 1 und Band 2 der neuen Studienreihe der KFIBS-Forschungsgruppen

Band 1 „Die europäisch-amerikanischen Beziehungen unter US-Präsident Trump. Eine Bilanz mit Politikempfehlungen“, herausgegeben von Dr. Sascha Arnautović, der als Vereinsvorsitzender zugleich Reihenherausgeber ist, macht eine Bestandsaufnahme zur Entwicklung der europäisch-amerikanischen Beziehungen. Insbesondere mögliche „EUropäische“ Antworten auf die vielfältigen transatlantischen Herausforderungen, welche durch die Ära Trump entstanden sind, stehen im Mittelpunkt dieses Werkes.
Dazu Dr. Arnautović: „Ich freue mich als verantwortlicher Reihenherausgeber mit einem ersten eigenen Band einen hoffentlich substanziellen Beitrag zur aktuellen Debatte über die Trump-Präsidentschaft und deren Folgen geleistet zu haben, gerade auch mit den in diesem Werk enthaltenen praxisrelevanten Handlungs- und Politikempfehlungen. Diese können eine gute (Arbeits-)Grundlage für den unten dem neuen US-Präsidenten Joe Biden dringend weiterzuführenden transatlantischen Dialog sein.“

Die Theorieschulen der Internationalen Beziehungen (IB) reagieren in den vergangenen Jahrzehnten mit immer stärkerer Ausdifferenzierung auf die sich multipolar entwickelnde Machtverteilung. Vor diesem Hintergrund diskutiert Band 2 „Politikwissenschaftliche Theorien als Erklärung der Empirie. Eine Standortbestimmung für Theorien der Internationalen Beziehungen und der Außenpolitikanalyse“, der von Jann Preisendörfer herausgegeben wird, ausgewählte Theorieansätze und untersucht zudem, wie gut diese dafür geeignet sind, die Empirie angemessen zu erklären.

Das Erscheinen der beiden Bände läutet den Start unserer neuen Reihe Studienreihe der Forschungsgruppen des Kölner Forums für Internationale Beziehungen und Sicherheitspolitik e. V. (KFIBS) ein. Diese umfasst aus den KFIBS-Forschungsgruppen unmittelbar hervorgehende wissenschaftliche Erträge, die einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen. Die in dieser Schriftenreihe enthaltenen Studien sind sowohl wissenschaftlich ausgerichtet wie auch als politikberatende Studien (und damit praxisnah) angelegt. Alleinstellungsmerkmal der Reihe ist die ausschließliche Berücksichtigung von Autorinnen und Autoren des wissenschaftlichen Nachwuchses der Geistes- und Sozialwissenschaften, die mit dieser KFIBS-Publikationsreihe eine eigene (kritische) Stimme im deutschen Wissenschaftsbetrieb erhalten sollen.

Ausstellung "Das Saarbrücker Dankebuch von 1946"

Die virtuelle Ausstellung "Das Saarbrücker Dankebuch von 1946" ist eröffnet

Das Kulturamt Saarbrücken lädt herzlich ein, die Ausstellung hier online zu besuchen.

Sie finden dort einen Videofilm zum Anschauen und alle Seiten des Dankebuchs zum Nachlesen. Die Internetseite enthält außerdem einen Text zur Geschichte des Dankebuchs sowie einen Text zum Erinnerungskoffer für Schulen. Auch der Zeitungsartikel von 2. August 2012, mit der die Suche nach den Zeitzeuginnen begann, kann nachgelesen werden.

Das Kinder-Kreativprojekt der Saarbrücker Wallenbaumschule stellt sich mit seinen Leporello-Dankebüchern vor. Die Wallenbaumschule im Saarbrücker Stadtteil Malstatt liegt benachbart zur Kirchbergschule, in der im Jahr 1946 das Dankebuch der Mädchen der früheren Cecilienschule entstand.

Auch über das Begleitbuch, das Tony O’Herlihy aus Irland, Frau Professorin Jutta Ströter-Bender und das Saarbrücker Kulturamt über das Dankebuch bei uns veröffentlicht haben, wird informiert.

Interviews

Dr. Thomas Hanstein und Prof. Andreas Ken Lanig

Unsere Autoren Dr. Thomas Hanstein und Prof. Andreas Ken Lanig geben im "Bildungsupdate" von Robert P. Fabian ein Interview zum Thema "Spirituelle Kompetenz im Virtuellen".

Robert P. Fabian spricht in seinem Podcast "Bildungsupdate" mit Prof. Dr. Lanig und Dr. Hanstein über ihr neues Buch "Spirituelle Kompetenz in digitalen Lern- und Arbeitswelten: Erfolgreich studieren und arbeiten mit Spirituellem Selbstmanagement 4.0". Es geht darum, wie wichtig der "Ort" für ein erfolgreiches virtuelles Studium ist, wie virtuelles studieren überhaupt funktioniert und wie Empathie auch über die Ferne entstehen kann. Außerdem verraten die Autoren ihre Lieblingsstellen aus ihrem Buch und wir erfahren was ein gelassener Umgang mit dem Streben nach Perfektion damit zu tun hat.

Das Interview kann hier nachgehört werden.

Joachim-Friedrich Kapp

Wir haben ein Interview mit unserem Autor Dr. Joachim-Friedrich Kapp geführt, der vor Kurzem "Die Gründung der Moderne" im Tectum Verlag herausgegeben hat.

- 1 - Laut Ihres neuen Bandes „Die Gründung der Moderne“ markiert das 18. Jahrhundert den Beginn eines bis heute andauernden Zeitalters der Innovation, also gleichzeitig den Beginn der Moderne. Können Sie drei zentrale Aspekte herausstellen, die aus dem behandelten Jahrhundert das Gründungszeitalter der Moderne machen?

Wenn man an Innovationen denkt, dann zunächst meist an solche auf dem technischen oder auch naturwissenschaftlichen Gebiet. Im 18. Jahrhundert haben aber philosophische, gedankliche Innovationen zunächst am meisten bewirkt und in gewisser Weise die sonstigen Innovationen zumindest beschleunigt. Philosophische Gedanken, die zur Beschreibung der Menschenrechte führten und mit denen die Gewaltenteilung verwirklicht wurde, gaben den Menschen Freiheit und bewahrten sie vor obrigkeitlicher Willkür und Unterdrückung. Die Menschenrechtserklärung von Virginia, aus der die Unabhängigkeitserklärung hervorging, wird als die Gründungsurkunde des modernen Westens angesehen. Die dort formulierten Gedanken und Normen haben die amerikanische, die französische und die industrielle Revolution bewirkt. Technische Innovation und die Industrialisierung konnten zu einem so großen wirtschaftlichen Aufschwung nur führen, weil zuvor ein durch die Festschreibung der Menschenrechte selbstbewusstes Bürgertum entstand, das seine Freiheit nutzen konnte und wollte. Der Absolutismus war abgeschafft, die in den Verfassungen festgelegte Gewaltenteilung stärkte zusätzlich das Freiheits- und Selbstwertgefühl der Bürger. Kein Wunder, dass sich nun Innovationen auf vielen Gebieten ergaben, die einhergingen mit einem starken Aufschwung, der industriellen Revolution - Revolution deswegen genannt, weil sich der Fortschritt geradezu explosionsartig darstellte. Es war die Übertragung von der Hand auf die Maschine auf immer mehr Gebieten der Fertigung, die die industrielle Revolution einleitete und ermöglichte. Die Druckerpresse und die Windmühlen waren frühe Vorläufer dieses Prinzips gewesen. Die Maschinen arbeiteten unermüdlich und mindestens ebenso sorgfältig wie der Mensch. Fabriken entstanden, bahnbrechende Erfindungen sorgten auf allen Gebieten für Fortschritt. In der Naturwissenschaft, der Naturforschung, kam es im Verlauf des Jahrhunderts, speziell in der Chemie, zu einem fundamentalen Wandel. Hing man bislang der Auffassung der Alchemisten an, dass sich alle chemischen Phänomene auf die hypothetisch vermutete Ursubstanz, das Phlogiston, zurückführen ließen und dass es nach Aristoteles vier Elemente gab: Erde, Wasser, Luft und Feuer, so wurde diese jahrtausendealte Annahme durch die Erkenntnis, dass sich die „Elemente“ in verschiedene Bestandteile zerlegen ließen, mit einem Schlag als nicht mehr haltbar verworfen. Die Forschung drang immer weiter in die molekulare und schließlich atomare Ebene vor.     

In der Politik gab es große Veränderungen, die ebenfalls in die Welt der Moderne führten: Amerika befreite sich von seinem Kolonialherren. Es war absehbar, dass Amerika in Zukunft eine Weltmacht werden würde, denn die dorthin ausgewanderten Engländer hatten ihren Pragmatismus und Handelsgeist in diesen riesigen Kontinent mitgebracht.       

In Frankreich hatten die Autoren der französischen Literatur  der Aufklärung fast über ein Jahrhundert hinweg gegen die absolutistische Regierungsform des Königs "von Gottes Gnaden" und die Unterdrückung durch die Kirche gewandt und den gedanklichen Weg zu der Forderung nach "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" und einer neuen Staatsform formuliert. Die amerikanische Revolution beschleunigte den Umsturz in Frankreich.  

Preußen wurde Großmacht und ein Gegenpol gegen das Habsburger Reich. Dies wies in die Zukunft Deutschlands. Durch die Siege Preußens in den Schlesischen Kriegen wurde auch die konfessionelle Spaltung Europas endgültig festgeschrieben. Der Norden Europas grenzte sich gegen den Süden ab. Dies ist bis heute so geblieben, besonders deutlich erkennbar in der sehr unterschiedlichen Ordnungspolitik und wirtschaftspolitischen Strategie der nördlichen und südlichen Länder.

Russland wurde eine starke Macht im Osten, die stark nach Westen drängte. Russland und Österreich schwächten das Osmanische Reich. Auch dies wies in die Zukunft.

 

- 2 - Sie sagen, es gebe eine Art neu zu denken und zu fühlen. Ist das hauptsächlich positiv belegt?

Ein durch seine Beiträge zum Wohlstand der Gesellschaft erstarktes, selbstbewusstes Bürgertum stellte zunehmend bislang gültige Prinzipien monarchischer und kirchlicher Obrigkeit in Frage und forderte Rechte, die seine Pflichten aufwogen. Dies waren die Kräfte, die unterhalb der politischen Ebene in den Gedanken wirkten und große gesellschaftliche Veränderungen bewirken würden. Sehr deutlich zeigte sich dieses Phänomen auch in der Wissenschaft, Kunst, Musik, Architektur. Wenn das Bürgertum durch die Gedanken der Aufklärung unmittelbar gestärkt wurde, wenn alle Obrigkeit, alle bislang gültigen Überzeugungen auf den Prüfstand gestellt wurden, so musste sich diese Entwicklung nicht nur in einem neuen Stil in Kunst und Architektur, sondern auch in der Musik widerspiegeln. Es ist der Schritt von der Kirchenmusik des Barock zur Wiener Klassik, in der Architektur der Weg vom Barock über das Rokoko zum Klassizismus, in der Malerei zum Realismus und in die Romantik.

 

- 3 - Wer sollte die Lektüre Ihres neuen Buches keinesfalls missen?

Jeder, der sich für geschichtliche Entwicklungen, fortdauernd wirksame Kräfte in der menschlichen Gesellschaft interessiert und eine Antwort auf die Frage sucht, welches eigentlich die bestimmenden Einflussfaktoren für unsere heutige Welt waren, wann sie auftraten und welche Personen sie repräsentierten.

 

Kapp, Die Gründung der Moderne

Luna Born

Mit ihrem Buch "Missbrauch mit den Missbrauchten – Mehr Träume, als die katholische Kirche zerstören kann" ist Luna Born zu Gast in der Ausgabe "Alpha & Omega – Kirche im Gespräch" vom 09.08.2020.

„Ein riesiger brauner Stiefel, der mit dem Absatz auf ein kleines, nacktes, hilfloses Wesen tritt – mit diesem selbst gemalten Bild hat Luna Born versucht auszudrücken, was ihr angetan wurde:
Ein katholischer Priester, ein Freund der Familie, hat sie jahrelang sexuell missbraucht. Das Bild findet sich in dem Buch, das Luna Born über diese sexualisierte Gewalt und vor allem über ihren Weg zur Anerkennung als Missbrauchsopfer der römisch-katholischen Kirche geschrieben hat. Mit ihrem Buch "Missbrauch mit den Missbrauchten – Mehr Träume, als die katholische Kirche zerstören kann" ist Luna Born zu Gast in der Ausgabe von "Alpha & Omega – Kirche im Gespräch". Sie berichtet von ihren frustrierenden Erfahrungen mit den kirchlichen Stellen, von immer wieder wechselnden Ansprechpartnern, Verzögerungen und Vertuschungen und dem "Umdrehen des Schuldpfeils" durch Kirchenmänner, die ihr als Opfer dadurch gewissermaßen die Schuld an den Taten gaben.“ (Moderation/Redaktion: Christian Turrey)

Das Interview, das am 09.08.2020 im K!p-TV KATHOLISCHE KIRCHE IM PRIVATFERNSEHEN veröffentlicht wurde, kann hier angeschaut werden.

Rezensionen

„Die Rheinnixen“ contra „Tristan und Isolde“ an der Wiener Hofoper

Studien zu Jacques Offenbachs Großer romantischer Oper aus dem Jahr 1864

»akkurate Studien. Das Buch ist sehr gelehrt, der Autor hat mit großem Fleiß eine immense Literaturmenge gesichtet und in minutiöser Präzision seine formalen Analysen betrieben. Ein Literaturverzeichnis rundet das Buch ab, das mit zahlreichen Notenbeispielen und Grafiken aufwartet.«
Dieter David Scholz, operalounge.de Dezember 2020

Riemer, „Die Rheinnixen“ contra „Tristan und Isolde“ an der Wiener Hofoper

Nicoll, Gut leben ohne Wachstum

Eine Einladung zur Degrowth-Debatte

»Verständlich, strukturiert, guter Überblick, ohne Register. Besonders für Bibliotheken, die "Adieu Wachstum!" nicht im Bestand haben.«
Ekz-Publikationen 46/2020

Nicoll, Gut leben ohne Wachstum

Hanstein/Lanig, Digital lehren

Das Homeschooling-Methodenbuch

»Die Befragung der beiden Autoren gaben den Anstoß für ein Methodenbuch, das Lehrkräfte bei ihren Vorbereitungen für den virtuellen Fernunterricht unterstützen soll. Entstanden ist ein 400 Seiten starkes Buch mit einem fachwissenschaftlichen Theorieteil und einem umfangreichen Methodenteil. Darin beschrieben sind 64 erprobte Online-Methoden für die digitale Zusammenarbeit. Das Ganze ist mit Illustrationen angereichert… eine sehr gute Hilfestellung, um den Übergang zwischen dem Klassenzimmer und dem digitalen Lernraum Schritt für Schritt zu meistern.«
Ulrike Boscher, lmz-bw.de November 2020

Hanstein/Lanig, Digital lehren

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