Zeitungsstapel

Tectum in der Presse

Aktuelle Rezensionen, Interviews und News haben wir hier für Sie zusammengestellt.

News

Logos = Wort? Diese Übersetzung greift zu kurz!

Mit unserem Autor Dr. Hilmar Gumbrecht unterhalten wir uns über sein neues Buch „Der Logos“

Lieber Herr Gumbrecht, ist es möglich, uns eine kurze Definition des Begriffs „Logos“, der zugleich Titel Ihres neuen Werkes ist, zu geben?

Logos ist ein Wort aus dem Altertum in der damaligen internationalen Verkehrssprache Griechisch. Sein Wortstamm -log- lebt im heutigen Deutsch vielfältig weiter, zum Beispiel in Logik oder Logistik, aber auch in Archäologie, Biologie, bis hin zu Virologie und Zoologie, sowie in Katalog, Dialog und analog.

Logos kurz zu definieren, ist sehr schwierig. Eigentlich ist genau das das Thema meines Buches: Dass man den griechischen Logos überhaupt nicht mit einem einzigen Wort oder Begriff in die heutige deutsche Sprache übersetzen  und ihn auch gar nicht ganz kurz definieren kann. Jedenfalls ist der Logos nicht einfach nur „Das Wort“. Seine Grundbedeutungen sind: Wort, Rede, Sinn, Vernunft. Und am Anfang des Johannes-Evangeliums knüpft der Logos, der „in Jesus Christus Fleisch (und Blut) wurde“, am Urprinzip der frühen griechischen Philosophen an. Dem Urprinzip, das das ganze Universum schafft und lenkt. Eine kurze Definition habe ich schon mit dem Untertitel versucht: Der Logos als „Das universale göttliche Grundprinzip und der menschgewordene Gott.“

Sie sprechen von der Verwobenheit von Neuem Testament und griechischer Kultur. Inwiefern manifestiert sich diese in der Bibel?

Die griechische Kultur manifestiert sich zunächst einmal dadurch, dass das ganze Neue Testament in griechischer Sprache abgefasst wurde, obwohl fast alle Autoren Juden waren, deren Muttersprache wie die von Jesus Aramäisch war und deren Bibel in Hebräisch verfasst war. Die griechische Kultur hatte sich aber bereits friedlich über den ganzen Mittelmeerraum ausgedehnt und Griechisch war sozusagen die internationale Sprache geworden, und hat mit Alexander dem Großen die Welt vom Mittelmeer bis zum Indus erobert. Auch die Juden in der Zerstreuung sprachen Griechisch und hatten überall griechisch-sprachige Synagogen, sogar der größte Teil der Juden in Judäa selbst hatten generationenweise „auswärts“ gelebt und waren hellenisiert zurückgekehrt. Aber mit der griechischen Sprache eroberte auch eine ganze Welt von Vorstellungen, Begriffssystemen, geerbten Bildern, Geschichten und feinen Bedeutungsnuancen, also ein komplettes Denksystem, das christliche Denken, und darüber hinaus ein ganzer Schatz an Dichtung, Literatur und Philosophie. Zahlreiche Zitate daraus kann man im Neuen Testament wiederfinden.

Wem möchten Sie die Lektüre Ihres Buches ganz besonders nahelegen?

Ich lege diese Lektüre insbesondere allen ans Herz, die mit Philosophie oder Theologie, aber auch mit Religionen und Fragen des Glaubens direkt befasst sind. Es könnte helfen, den Horizont in die jeweils andere Richtung zu weiten. Darüber hinaus aber auch allen an Philosophie oder Theologie Interessierten, denn mein Buch ist als allgemeinverständliche Erzählung konzipiert, deshalb habe ich eine wissenschaftliche Sprache, so gut ich konnte, versucht zu vermeiden. Dies kann auch dem geübten Bibelleser helfen, seine Bibel neu zu entdecken, besser zu verstehen und althergebrachte Interpretationen neu zu überdenken. Dem philosophisch Interessierten kann das Buch ein lohnender Ausgangspunkt für das Staunen über ungeahnte Zusammenhänge sein.

"Selbstmanagement - mit Coachingtools" auf Platz 1 der Coaching-Literatur

Das Coaching Magazin hat die Top 10 der Coaching-Literatur zusammengestellt.

Unser Ratgeber "Selbstmanagement - mit Coachingtools - Ressourcen erkennen, nutzen und pflegen" herausgegeben von Dr. Thomas Hanstein hat es dabei auf Platz 1 geschafft.

Während der Coachinghype anhält und in der professionellen Coachingszene mittlerweile viel Wert auf Qualitätssicherung gelegt wird, wird Coaching parallel für nahezu alles angeboten. Das Buch soll zum einen zur Schärfung professioneller Formate beitragen. Es verschafft einen kurzen Überblick über Herkunft, Ausbreitung und neurowissenschaftliche Fundierung und bringt dem Leser die Grundlagen systemisch-lösungsorientierten Coachings näher. Im Praxisteil werden bewährte und innovative Tools an eigenen Beispielsitzungen aus dem Business wie dem Personal Coaching vorgestellt und für das Selbstcoaching anschaulich erläutert. Die verbindende Klammer aller Einheiten liegt auf dem Ressourcenansatz. Der Ratgeber wendet sich an Coachs und Klienten gleichermaßen: mit Tools aus der eigenen Coachingpraxis des Autors, Tipps zum weitergehenden Selbstcoaching oder auch zur Nachbereitung eines Coachingprozesses. Praktische Beispiele und anschauliche Visualisierungen empfohlener und weiterentwickelter Tools unterstützen methodisch und zielgerichtet das eigene Selbstmanagement. Somit hält dieses Handbuch für alle Coachinginteressierten wertvolle Informationen bereit.

Thomas Hansteins neuester Titel heißt "Digital lehren" und kommt genau zur rechten Zeit, denn er bietet Erkenntnisse für das hybride Klassenzimmer von morgen an, hat die Corona-Krise doch gezeigt, dass Lehrerinnen und Lehrer auf die Herausforderungen der virutellen Lehre noch unvorbereitet sind.

Zukunftsaufgabe: Brachflächenrecycling

Katharina Antonia Kühns neues Buch "Brachflächenrecycling" erregt Aufmerksamkeit

Die Publikation wirft einen umfassenden Blick auf Erkenntnis- und Forschungszweige des Brachflächenrecyclings, um eine Perspektive der Zukunftsaufgabe des Flächenrecyclings in Kommunen darzustellen. Sie ist damit Grundlage für die Weiterentwicklung des (vorsorgenden und nachhaltigen) Bodenschutzes.

Matthias Heselmann stellt Autorin und Buch in seinem in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung veröffentlichten Artikel "Katharina Kühn und ihre Pläne für Gelsenkirchen" vom 09.07.2020 vor.

Auch Silke Sobotta diskutiert Kühns entwickelte Theorie zur "Chance für die Natur" in ihrem Beitrag vom 11.07 2020, der im Stadtspiegel Gelsenkirchen publiziert wurde.

 

Kühn, Brachflächenrecycling 

Interviews

Dr. Thomas Hanstein und Prof. Andreas Ken Lanig

Unsere Autoren Dr. Thomas Hanstein und Prof. Andreas Ken Lanig geben im "Bildungsupdate" von Robert P. Fabian ein Interview zum Thema "Spirituelle Kompetenz im Virtuellen".

Robert P. Fabian spricht in seinem Podcast "Bildungsupdate" mit Prof. Dr. Lanig und Dr. Hanstein über ihr neues Buch "Spirituelle Kompetenz in digitalen Lern- und Arbeitswelten: Erfolgreich studieren und arbeiten mit Spirituellem Selbstmanagement 4.0". Es geht darum, wie wichtig der "Ort" für ein erfolgreiches virtuelles Studium ist, wie virtuelles studieren überhaupt funktioniert und wie Empathie auch über die Ferne entstehen kann. Außerdem verraten die Autoren ihre Lieblingsstellen aus ihrem Buch und wir erfahren was ein gelassener Umgang mit dem Streben nach Perfektion damit zu tun hat.

Das Interview kann hier nachgehört werden.

Joachim-Friedrich Kapp

Wir haben ein Interview mit unserem Autor Dr. Joachim-Friedrich Kapp geführt, der vor Kurzem "Die Gründung der Moderne" im Tectum Verlag herausgegeben hat.

- 1 - Laut Ihres neuen Bandes „Die Gründung der Moderne“ markiert das 18. Jahrhundert den Beginn eines bis heute andauernden Zeitalters der Innovation, also gleichzeitig den Beginn der Moderne. Können Sie drei zentrale Aspekte herausstellen, die aus dem behandelten Jahrhundert das Gründungszeitalter der Moderne machen?

Wenn man an Innovationen denkt, dann zunächst meist an solche auf dem technischen oder auch naturwissenschaftlichen Gebiet. Im 18. Jahrhundert haben aber philosophische, gedankliche Innovationen zunächst am meisten bewirkt und in gewisser Weise die sonstigen Innovationen zumindest beschleunigt. Philosophische Gedanken, die zur Beschreibung der Menschenrechte führten und mit denen die Gewaltenteilung verwirklicht wurde, gaben den Menschen Freiheit und bewahrten sie vor obrigkeitlicher Willkür und Unterdrückung. Die Menschenrechtserklärung von Virginia, aus der die Unabhängigkeitserklärung hervorging, wird als die Gründungsurkunde des modernen Westens angesehen. Die dort formulierten Gedanken und Normen haben die amerikanische, die französische und die industrielle Revolution bewirkt. Technische Innovation und die Industrialisierung konnten zu einem so großen wirtschaftlichen Aufschwung nur führen, weil zuvor ein durch die Festschreibung der Menschenrechte selbstbewusstes Bürgertum entstand, das seine Freiheit nutzen konnte und wollte. Der Absolutismus war abgeschafft, die in den Verfassungen festgelegte Gewaltenteilung stärkte zusätzlich das Freiheits- und Selbstwertgefühl der Bürger. Kein Wunder, dass sich nun Innovationen auf vielen Gebieten ergaben, die einhergingen mit einem starken Aufschwung, der industriellen Revolution - Revolution deswegen genannt, weil sich der Fortschritt geradezu explosionsartig darstellte. Es war die Übertragung von der Hand auf die Maschine auf immer mehr Gebieten der Fertigung, die die industrielle Revolution einleitete und ermöglichte. Die Druckerpresse und die Windmühlen waren frühe Vorläufer dieses Prinzips gewesen. Die Maschinen arbeiteten unermüdlich und mindestens ebenso sorgfältig wie der Mensch. Fabriken entstanden, bahnbrechende Erfindungen sorgten auf allen Gebieten für Fortschritt. In der Naturwissenschaft, der Naturforschung, kam es im Verlauf des Jahrhunderts, speziell in der Chemie, zu einem fundamentalen Wandel. Hing man bislang der Auffassung der Alchemisten an, dass sich alle chemischen Phänomene auf die hypothetisch vermutete Ursubstanz, das Phlogiston, zurückführen ließen und dass es nach Aristoteles vier Elemente gab: Erde, Wasser, Luft und Feuer, so wurde diese jahrtausendealte Annahme durch die Erkenntnis, dass sich die „Elemente“ in verschiedene Bestandteile zerlegen ließen, mit einem Schlag als nicht mehr haltbar verworfen. Die Forschung drang immer weiter in die molekulare und schließlich atomare Ebene vor.     

In der Politik gab es große Veränderungen, die ebenfalls in die Welt der Moderne führten: Amerika befreite sich von seinem Kolonialherren. Es war absehbar, dass Amerika in Zukunft eine Weltmacht werden würde, denn die dorthin ausgewanderten Engländer hatten ihren Pragmatismus und Handelsgeist in diesen riesigen Kontinent mitgebracht.       

In Frankreich hatten die Autoren der französischen Literatur  der Aufklärung fast über ein Jahrhundert hinweg gegen die absolutistische Regierungsform des Königs "von Gottes Gnaden" und die Unterdrückung durch die Kirche gewandt und den gedanklichen Weg zu der Forderung nach "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" und einer neuen Staatsform formuliert. Die amerikanische Revolution beschleunigte den Umsturz in Frankreich.  

Preußen wurde Großmacht und ein Gegenpol gegen das Habsburger Reich. Dies wies in die Zukunft Deutschlands. Durch die Siege Preußens in den Schlesischen Kriegen wurde auch die konfessionelle Spaltung Europas endgültig festgeschrieben. Der Norden Europas grenzte sich gegen den Süden ab. Dies ist bis heute so geblieben, besonders deutlich erkennbar in der sehr unterschiedlichen Ordnungspolitik und wirtschaftspolitischen Strategie der nördlichen und südlichen Länder.

Russland wurde eine starke Macht im Osten, die stark nach Westen drängte. Russland und Österreich schwächten das Osmanische Reich. Auch dies wies in die Zukunft.

 

- 2 - Sie sagen, es gebe eine Art neu zu denken und zu fühlen. Ist das hauptsächlich positiv belegt?

Ein durch seine Beiträge zum Wohlstand der Gesellschaft erstarktes, selbstbewusstes Bürgertum stellte zunehmend bislang gültige Prinzipien monarchischer und kirchlicher Obrigkeit in Frage und forderte Rechte, die seine Pflichten aufwogen. Dies waren die Kräfte, die unterhalb der politischen Ebene in den Gedanken wirkten und große gesellschaftliche Veränderungen bewirken würden. Sehr deutlich zeigte sich dieses Phänomen auch in der Wissenschaft, Kunst, Musik, Architektur. Wenn das Bürgertum durch die Gedanken der Aufklärung unmittelbar gestärkt wurde, wenn alle Obrigkeit, alle bislang gültigen Überzeugungen auf den Prüfstand gestellt wurden, so musste sich diese Entwicklung nicht nur in einem neuen Stil in Kunst und Architektur, sondern auch in der Musik widerspiegeln. Es ist der Schritt von der Kirchenmusik des Barock zur Wiener Klassik, in der Architektur der Weg vom Barock über das Rokoko zum Klassizismus, in der Malerei zum Realismus und in die Romantik.

 

- 3 - Wer sollte die Lektüre Ihres neuen Buches keinesfalls missen?

Jeder, der sich für geschichtliche Entwicklungen, fortdauernd wirksame Kräfte in der menschlichen Gesellschaft interessiert und eine Antwort auf die Frage sucht, welches eigentlich die bestimmenden Einflussfaktoren für unsere heutige Welt waren, wann sie auftraten und welche Personen sie repräsentierten.

 

Kapp, Die Gründung der Moderne

Luna Born

Mit ihrem Buch "Missbrauch mit den Missbrauchten – Mehr Träume, als die katholische Kirche zerstören kann" ist Luna Born zu Gast in der Ausgabe "Alpha & Omega – Kirche im Gespräch" vom 09.08.2020.

„Ein riesiger brauner Stiefel, der mit dem Absatz auf ein kleines, nacktes, hilfloses Wesen tritt – mit diesem selbst gemalten Bild hat Luna Born versucht auszudrücken, was ihr angetan wurde:
Ein katholischer Priester, ein Freund der Familie, hat sie jahrelang sexuell missbraucht. Das Bild findet sich in dem Buch, das Luna Born über diese sexualisierte Gewalt und vor allem über ihren Weg zur Anerkennung als Missbrauchsopfer der römisch-katholischen Kirche geschrieben hat. Mit ihrem Buch "Missbrauch mit den Missbrauchten – Mehr Träume, als die katholische Kirche zerstören kann" ist Luna Born zu Gast in der Ausgabe von "Alpha & Omega – Kirche im Gespräch". Sie berichtet von ihren frustrierenden Erfahrungen mit den kirchlichen Stellen, von immer wieder wechselnden Ansprechpartnern, Verzögerungen und Vertuschungen und dem "Umdrehen des Schuldpfeils" durch Kirchenmänner, die ihr als Opfer dadurch gewissermaßen die Schuld an den Taten gaben.“ (Moderation/Redaktion: Christian Turrey)

Das Interview, das am 09.08.2020 im K!p-TV KATHOLISCHE KIRCHE IM PRIVATFERNSEHEN veröffentlicht wurde, kann hier angeschaut werden.

Rezensionen

Güth, Die Blockparteien im SED-System der letzten DDR-Jahre

Wahrnehmung und Partizipation am Beispiel des Bezirks Rostock

»Luise Güth hat mit ihrer Dissertation viele interessante Aspekte im Bereich der Blockparteien behandelt… viele interessante Aspekte und Anschlussfragen ans Tageslicht gebracht, die von der zukünftigen DDR-Forschung weiterverfolgt werden sollten.«
Malte Wenk, Jahrbuch Liberalismus-Forschung 1/2020

Güth, Die Blockparteien im SED-System der letzten DDR-Jahre

Meter, Die Befreiung des Denkens

Auswege aus Unwissenheit und Aberglaube

»Ein Buch über uralte Menschheitsfragen. Für alle interessant, die eine neue, wissenschaftlich fundierte Antwort auf diese haben wollen und zugleich verstehen wollen, wovon das Denken des Menschen geprägt ist.«
fabelhafte-buecher.de Juli 2020

Meter, Die Befreiung des Denkens

Pröllochs, Sterbebegleitung bei Menschen mit Demenz

»Eine[…] besonders gute[…] Ausdrucksweise. Wissenschaftliche Studien werden von der Autorin ebenfalls im hohen Maße berücksichtigt und immer wieder erwähnt. Insgesamt werden die Themen im Buch alle sehr sachlich dargestellt… Es ist definitiv empfehlenswert für Menschen, die sich in einer Ausbildung zum Sterbebegleiter befinden oder demnächst anfangen möchten. Auch diejenigen, die sich noch nicht ganz sicher sind, können sich dem Thema erst mal vorsichtig mithilfe dieses Werkes nähern, um dann eine Entscheidung zu treffen.«
zwischendenseiten.eu Juli 2020

Pröllochs, Sterbebegleitung bei Menschen mit Demenz

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