Cäcilia-Schwarz-Förderpreis für Heike Kautz

Cäcilia-Schwarz-Förderpreis für Heike Kautz

Heike Kautz erhält Cäcilia-Schwarz-Förderpreis für ihr Buch „Assistierter Suizid“

Unsere Autorin Heike Kautz hat für ihre herausragende Abschlussarbeit den Cäcilia-Schwarz-Förderpreis für Innovation in der Altenhilfe erhalten. Ausgezeichnet wurde ihr Buch „Assistierter Suizid: Zum gesellschaftlichen Diskurs und seinem Einfluss auf betagte und hochbetagte Menschen“, das in unserer Reihe „Young Academics: Perspektiven auf Pflege“ erschienen ist.

Heike Kautz beschäftigt sich in ihrem Buch mit einem sehr komplexen und sensiblen Thema – dem gesellschaftlichen Diskurs zum assistierten Suizid im Alter. Dabei geht sie auf verschiedene Aspekte wie ethische Fragen, Sterbekultur und Altersbilder ein. Von besonderer Bedeutung für ihren Diskurs ist das wegweisende Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2020, das das Verbot des assistierten Suizids für verfassungswidrig erklärt hat. Heike Kautz beleuchtet die Auswirkungen dieses Urteils auf die Individualisierung der Gesellschaft und den Rückgang solidarischer Gemeinschaften. Sie zeigt auf, dass durch dieses Gerichtsurteil der assistierte Suizid stark normalisiert werden könnte, was dazu führen könnte, dass sich alte und hochbetagte Menschen zu dieser Art des Sterbens gedrängt fühlen. Die Autorin plädiert daher in ihrer Arbeit für einen reflektierten Fachdiskurs, um die Thematik in all ihren Facetten zu erfassen.

Mit dem Cäcilia-Schwarz-Förderpreis für Innovation in der Altenhilfe des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. werden junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgezeichnet, die in ihren Arbeiten innovative Entwicklungen und neue Erkenntnisse aufzeigen, die älteren Menschen ein hohes Maß an Selbstständigkeit ermöglichen können. Heike Kautz teilt sich den Preis mit einer weiteren Kandidatin. Die Preisverleihung fand am 20.09.2023 in Potsdam statt, wo die herausragende Leistung unserer Autorin offiziell gewürdigt wurde.

Heike Kautz hat mit ihrem Buch einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs geleistet und die Komplexität des Themas assistierter Suizid im Hinblick auf alte und hochbetagte Menschen aufgezeigt. Ihre Arbeit ist von hoher pflegewissenschaftlicher Relevanz und ebnet den Weg für weitere wertvolle Forschungsarbeiten.