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Saskia Zinsser-Krys

»Though this be madness, yet
there is method in ’t«

Geisteskrankheit im elisabethanischen und jakobäischen Drama

ISBN 978-3-8288-3088-2
188 Seiten, Paperback
Tectum Verlag 2013
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»Though this be madness, yet there is method in ’t«

Details

Bereits unter der Regentschaft von Elisabeth I. im England des 16. Jahrhunderts erwachte das medizinische Interesse am menschlichen Geist und seinen Verwirrungen. In physiologisch-psychologischen Traktaten führten Philosophen, Mediziner und Kirchenmänner geistige Erkrankungen auf ein Ungleichgewicht der vier Säfte des menschlichen Körpers, eine komplexe, dreigeteilte Seele, exzessive Leidenschaften oder schockartige Impulse von außen zurück. In Bedlam – dem einzigen Irrenhaus Londons – wurde es Mode, die geistig verwirrten Insassen zu begaffen. Auch im Schauspiel schlug sich der Volkssport des metaphorischen Sezierens der geistig Anderen bald nieder. Thomas Kyd, John Marston, William Rowley, John Webster und William Shakespeare würzten ihre Stücke mit verrückten Königen, Jungfrauen, Rächern und den kuriosen Patienten imaginärer Irrenanstalten.

Saskia Zinsser-Krys arbeitet nicht nur die medizinischen Theorien der englischen Renaissance auf, sondern verdeutlicht auch deren Einfluss auf das frühe moderne Drama zwischen 1580 und 1625. Die Autorin spannt einen weiten Bogen vom sehr frühen Stück „The Spanish Tragedy“ über die eher unbekannten Werke „Antonio’s Revenge“, „The White Devil“ und „The Changeling“ bis hin zu Shakespeares Klassikern „King Lear“ und „Hamlet“.

  • Saskia S. Zinsser-Krys erhielt ein Drama Diplom der University of Kent (Canterbury, England) und einen Magister der Theaterwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München bevor Sie an der Philips-Universität Marburg ihre Promotion begann.