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María García Romero

Genese und Entwicklung des
französischen Nominalsuffixes
-oir(e)

ISBN 978-3-8288-9171-5
330 Seiten, Paperback
Tectum Verlag 2006
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Genese und Entwicklung des französischen Nominalsuffixes -oir(e)

Details

Die Lebendigkeit von Sprache manifestiert sich nirgends so deutlich wie im Bereich der Wortbildung. Darunter ist ein lebendiges Regelsystem mit einem begrenzten Inventar an Elementen zu verstehen, nach dem der Sprecher ständig neue lexikalische Einheiten bilden kann. Doch nicht nur jedes Wort, sondern auch jedes Suffix hat seine Geschichte. Gegenstand der vorliegenden Studie ist die Genese und Entwicklung des französischen Nominalsuffixes -oir(e). Die Untersuchung schreibt sich ganz in die traditionelle Linie der genealogisch ausgerichteten suffixalen Einzelbetrachtung ein, wobei sie im Zuge einer detaillierten Analyse der Geburt des Suffixes großen Platz einräumt. Nach einer kurzen Vorstellung von lat. -ORIUM, -A werden unter Berücksichtigung der gesamten Romania die Pilotwörter ermittelt, aus denen das französische Nominalsuffix isoliert wurde. Im Anschluß hieran wird das semantische Profil des Formans erstellt sowie seine semantische Entfaltung durch die Jahrhunderte hindurch detailliert nachgezeichnet. Hierbei werden die semantischen Nischen, in die sich -oir(e) im System eingenistet hat, umrissen, was auch wertvolle Einblicke in die Herausbildung der unterschiedlichsten Fachsprachen liefert. Um Einsicht in die Bildungsweise und in die Bindefähigkeit des Wortbildungselementes zu gewinnen, werden die Ableitungen in morphologischer Hinsicht analysiert. Schließlich wird das Suffix -oir(e) auf seine Produktivität in der Diachronie sowie auf seine aktuelle Disponibilität hin geprüft. In Zusammenhang mit der Analyse der gegenwärtigen Verfügbarkeit von -oir(e) wird ein Blick auf eines der konkurrierenden Suffixe, das Instrumentalsuffix -eur/-euse, geworfen, das parallel zum Niedergang von -oir(e) in seiner werkzeugbezeichnenden Funktion einen beträchtlichen Auftrieb zu verbuchen hat. Dieser rein synchrone Aspekt stellt zum Abschluß eine nützliche Ergänzung der historischen Perspektive dar, die zum besseren Verständnis des aus heutiger Sicht für das werkzeugbezeichnende Suffix -oir(e) charakteristischen Mangels an Vitalität und Produktivität beiträgt.