Springe zum Hauptinhalt »

Mein Warenkorb
Der Warenkorb ist leer

Hanns-Peter Mederer

Musikgeschichte Dänemarks

ISBN 978-3-8288-3019-6
386 Seiten, Paperback
Tectum Verlag 2012
34,90 €
inkl. 7% MwSt., versandkostenfrei
Lieferzeit 1-3 Tage
27.99 €
inkl. 19% MwSt., versandkostenfrei
Lieferzeit sofort
Musikgeschichte Dänemarks

Details

Vor nicht langer Zeit stellte ein dänischer Repräsentant der klassischen Musik fest: Kein Land in Europa weise eine höhere Komponistendichte auf als seine Heimat. Für die Entwicklung im 20. Jahrhundert kann dieses leicht überspitzte Statement tatsächlich einen gewissen Wahrheitswert beanspruchen. Doch wie sieht es mit den Anfängen und der frühen Neuzeit aus? Hier zeigen sich noch zahlreiche weiße Flecken auf der Karte der Musiklandschaft Dänemarks. Dabei ist kaum bekannt, dass die ersten europäischen Musikinstrumente aus kulturhistorischer Frühzeit im heutigen Dänemark geborgen wurden. Aus dem Mittelalter sind bislang nur wenige originale Werke aufgetaucht, die Zeugnisse von aufgezeichneter Musik verdichten sich erst in der Renaissance. Die Regentschaft König Christian IV führt zu einer Hochblüte der Musik im Norden: Christian IV. bindet Musiker aus verschiedenen europäischen Ländern an seinen Hof und entsendet talentierte eigene Kräfte zur Ausbildung nach Venedig. Zwischen 1650 und 1750 dominieren italienische Komponisten das Musikleben, unterbrochen von Phasen, in denen am Kopenhagener Hof der französische Stil bevorzugt wird. Die beginnende Emanzipation vom deutschen Einfluss in Politik und Wirtschaft in der späten Monarchie und das gleichzeitige Aufstreben bürgerlicher Kräfte lassen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts die ersten dänischen Opern entstehen, die einer nationalromantischen Ausrichtung Vorschub leisten. Mit Niels Wilhelm Gade und Carl Nielsen treten schließlich zwei Komponisten mit Weltgeltung in Erscheinung. Unter den Kulturschaffenden der Moderne ist es Else Marie Pade, die noch vor Karlheinz Stockhausen mit elektronischen Klängen experimentiert. Im 21. Jahrhundert verzweigen sich die neu eingeschlagenen Wege in vielfältige individuelle Künstlerbiographien.

»Der Autor rekrutiert einen Großteil seiner Kenntnisse aus einer Vielzahl häufig originalsprachlicher Quellen, die meisten davon Forschungsergebnisse (skandinavischer) Musikforscher zu einzelnen Komponisten, Epochen oder Gattungen, die als Beiträge zu Jahrbüchern, Festschriften oder Kongressberichten publiziert wurden. […] Die Bedeutung dieses „Nährbodens“ herauszuarbeiten, ist das eigentliche Verdienst des Autors, denn er zeigt, wie das Zusammenwirken der verschiedensten Faktoren wie soziokulturelles oder wirtschaftliches Umfeld, die geographische Lage eines Landes, Kirche und Staatsform die Menschen, ihr persönliches Selbstverständnis und ihr künstlerisches Ausdrucksbedürfnis prägen.«
Claudia Niebel - Info-Netz-Musik.de, 11/2012

»Ein angenehmes Lesebuch für den ersten Zugang zur Musikkultur eines Landes, die hier trotz der nachbarschaftlichen Nähe hierzulande bislang noch zu wenig entdeckt ist.«
Yvonne Wasserloos –  Die Musikforschung

»In systematisch gesetzten Themenschwerpunkten, die den Leser von der Wikinger-Ära bis zur Gegenwart führen, ergibt sich in analytischen Einblicken ein ganzheitliches Bild dänischer Musikgeschichte. […] Dieses Handbuch wird als Übersichtswerk für weitere Forschungen zur dänischen Musik wohl in Zukunft unverzichtbar sein.«
Inga Langhans – Die Tonkunst