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Felix Kampel

Peripherer Widerstand

Der neue Nationalismus im Spiegel jüdischer Gegenwartsliteratur

ISBN 978-3-8288-3874-1
358 Seiten, Hardcover
Tectum Verlag 2017
39,95 €
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Peripherer Widerstand

Details

Die Fußballweltmeisterschaft 2006 wurde von breiten Teilen der Öffentlichkeit als positiver Wendepunkt in der Selbstwahrnehmung eines neuen deutschen Nationalbewusstseins nach 1945 wahrgenommen. Eine differenzierte Positionsbestimmung des neuen Nationalismus seit der WM in Deutschland zeigt jedoch, dass seine energischen Befürworter bis heute zu einer auffallenden Marginalisierung von kritischen Impulsen aus der jüdischen Diaspora tendieren.

Felix Kampel zeigt am Beispiel einschlägiger Schriften und politischer Statements von Robert Menasse, Maxim Biller, Lena Gorelik und Olga Grjasnowa den offen artikulierten Widerstand, den der neue Nationalismus bei diesen vier „jüdischen“ Gegenwartsintellektuellen provoziert. Vor dem Hintergrund klassischer sowie neuerer Texte der Nationalismusforschung wird deutlich, dass die vier Autoren durch ihre Proteste an einer transnationalen Aufklärungsarbeit beteiligt sind, die bereits bei Friedrich Nietzsche prominent angedeutet wurde und die derzeit durch die virulenten Renationalisierungstendenzen in ganz Europa eine ungebrochene Aktualität erfährt.

  • Felix Kampel, geb. 1984 in Linnich, ist seit 2010 Mitarbeiter bei der interdisziplinären Veranstaltungsreihe Projekt Leonardo an der RWTH Aachen University. Dort studierte er von 2007 bis 2013 Literaturwissenschaft, Philosophie und Politische Wissenschaft. Während der Arbeit an seiner Dissertation lehrte er zudem am Lehr- und Forschungsbereich für Europäisch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte der RWTH.