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Rachel Moran, Maria Heydel (Übersetzerin)

Was vom Menschen übrig bleibt

Die Wahrheit über Prostitution

ISBN 978-3-8288-3458-3
380 Seiten, Klappenbroschur
Tectum Verlag 2015
17,95 €
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Was vom Menschen übrig bleibt

Details

Die irische Autorin Rachel Moran tritt an gegen das Prostitutionsestablishment. Ihr brillanter und international hochgelobter Bericht, der nun erstmalig in deutscher Sprache vorliegt, entlarvt die romantisierenden Vorstellungen von der „selbstbestimmten Hure“. Er wendet sich gegen eine Scheinliberalität in der Prostitutionsgesetzgebung, die es unmöglich macht, Frauen vor dem Weg in ein ausbeuterisches „Gewerbe“ effektiv zu schützen.

Moran weiß aus eigenem Erleben, wovon sie spricht. Als obdachlose Heranwachsende geriet sie in den Strudel der Prostitution und konnte sich erst sieben Jahre später aus eigener Kraft daraus befreien. Als Überlebende ist sie dieser Parallelwelt entkommen und liefert uns in ihrem Buch nun Innenansichten einer zerstörerischen Lebensweise. Mit den sensiblen Einsichten einer Betroffenen und der virtuosen Sprachmächtigkeit der geschulten Journalistin führt sie in die Gesetzmäßigkeiten einer Tabuzone ein, aus der keine Frau unbeschadet zurückkehrt. Moran befragt nicht nur ihren eigenen Weg in die Prostitution und ihre Erfahrungen als Prostituierte. Sie nimmt dieses Feld als Ganzes in den Blick, seine offenen und verdeckten Mechanismen der Abwertung und der Gewalt.

Ihr Bericht macht deutlich: Der Handel mit Frauenkörpern ist ein Verstoß gegen die Menschenwürde und eine Form des sexuellen Missbrauchs. Und: Die öffentliche Debatte über Prostitution wird in Zukunft anders geführt werden müssen.

 

LESEPROBE

 
  • Rachel Was vom Menschen übrig bleibt
    Rachel Moran wurde 1976 geboren und wuchs in Dublin auf. Aus einer Familie kommend, in der beide Elternteile mit psychischer Krankheit, Drogenabhängigkeit und Suizidgefährdung zu kämpfen hatten, gelangte sie im Alter von 14 Jahren unter staatliche Obhut. Ein Jahr später geriet sie als obdachlose Jugendliche in die Prostitution, aus der sie sich im Alter von 22 Jahren befreien konnte. Sie nahm daraufhin ihre schulische Ausbildung wieder auf und erwarb einen Universitätsabschluss in Journalismus an der Dublin City University. Seitdem engagiert sie sich als Bloggerin, Referentin, Autorin und Europa-Koordinatorin von SPACE (Survivors of Prostitution-Abuse Calling for Enlightenment) auf internationaler Ebene gegen die Verharmlosung und Legalisierung von Prostitution.

»Rachel Morans Buch ist das beste Werk, das jemals über Prostitution geschrieben wurde. Moran verbindet die Intensität des Erlebten mit der gedanklichen Raffinesse einer Philosophin. Das Ergebnis ist fesselnd, überzeugend, unanfechtbar, eine Lektüre, die sich nicht mehr weglegen lässt. Es enthält alles, was man über die Realität der Prostitution wissen muss, in bewegender, einsichtsvoller Prosa – und entsorgt damit sämtliche Argumente zur Verteidigung der Prostitution.«
Catharine A. MacKinnon, Professorin für Recht, Michigan & Harvard

»So eine umfassende Spanne zwischen tief erlebt und hoch reflektiert ist selten. Wer wirklich verstehen will, was Prostitution mit Frauen macht – und mit den Freiern –, und was Prostitution mit Missbrauch zu tun hat, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Die irische Journalistin, die  ab dem 15. Lebensjahr sieben Jahre lang in der Prostitution war, räumt endgültig auf mit dem Mythos von der ‚freiwilligen‘ Prostitution.«
Alice Schwarzer


»Es geht nicht nur um die Aufarbeitung ihres Schicksals. Es geht ihr um die Wahrheit über Prostitution. Und darum, die Legende von der glücklichen Hure umzuschreiben.«
Eva Sudholt, Welt am Sonntag vom 29. März 2015

»Es gehört viel Mut dazu, sich als ehemalige Prostituierte zu outen. Aber es gehört noch mehr Mut dazu, sich aufgrund der schlimmen Gewalterfahrungen und Traumatisierungen dann gegen den Sexkauf zu engagieren. […] Umso wichtiger ist es, dass Frauen wie Rachel Moran ihre Stimme erheben für die Frauen, die diesem Milieu bisher nicht entfliehen konnten.«
Leserbrief auf DIE WELT Online, von Gerhard Schönborn (Streetworker, Berlin) zum Beitrag »Ein perverser Mann bedeutet Glück« von Eva Sudholt in der WELT am Sonntag

»Es braucht Menschen wie Rachel Moran, die authentisch aus einer Welt berichten, die ansonsten von Mythen behaftet ist.«
Ann-Kathrin Riedl, The Huffington Post vom 19. März 2015

»Auf 390 Seiten beschreibt Rachel Moran sehr detailliert das Seelenleben aus der Sicht einer Prostituierten. Dabei verwendet sie einen seriösen und distanzierten Schreibstil mit wissenschaftlichen Fakten und schafft es dennoch mit ihrer persönlichen Geschichte den Leser tief zu bewegen und ihn persönlich anzusprechen. [...] so schafft es die Autorin mit ihren bewegenden Worten, den Leser wach zu rütteln und ein verdrängtes Thema aus dem Grenzbereich unserer Gesellschaft in den Mittelpunkt zu rücken. Dieses Buch ist schockierend und fesselnd und trifft den Leser mitten ins Herz.«
testmania.de

»Dieses Buch ist außergewöhnlich berührend und auch erschütternd […] Es ist ein schonungsloser Blick für die Abgründe des menschlichen Umgangs mit dem Leben, mit anderen Menschen und mit der Sexualität. Es wirft natürlich auch einen gravierenden Blick auf die Männer, die sich Sex kaufen. […] Dieser Begriff der ›weiblichen Menschlichkeit‹ klingt unscheinbar, hat jedoch eine tiefe Bedeutung, wenn er aus dem Mund einer Frau kommt, die alle Tiefen der Unmenschlichkeit und der sexuellen Ausbeutung durchschritten hat. […] Morans Beschreibungen des bezahlten Sex mit fremden Männern und der damit einhergehenden seelischen Zerrüttung auf beiden Seiten – sowohl der Prostituierten wie der Freier – ist von einer existenziellen Dichte, die aus der persönlichen, gelebten Erfahrung kommt. […] Vielleicht kann eine so minutiöse Beobachtung nur jemand machen, der durch seine persönliche Erfahrung so sensibilisiert ist […] Das Buch ist dicht, existenziell und authentisch«
Ronald Engert – Tattva Viveka, Zeitschrift für Wissenschaft, Philosophie und spirituelle Kultur 63

»Mit scharfer Beobachtungsgabe analysiert sie die Machtverstrickungen, die sich für die Sexarbeiter und ihre Kunden ergeben. […] Ohne Schuldzuweisungen und ohne einfache Ursache-Wirkungsverstrickungen aufzubauen, gelingt es Moran, die Logik nachzuzeichnen, die ihrem Weg in die Prostitution inne wohnt. […] Natürlich kann Moran nicht wirklich stellvertretend für alle Sexarbeiterinnen sprechen. Aber ihre zahlreichen Beobachtungen, ihre klugen Analysen einzelner Situationen sind glaubhaft und regen zum Nachdenken an. […] Indem Moran ihre Erfahrungen zur Verfügung stellt, ermöglicht sie die Erkenntnis der grausamen Wahrheit. Missbrauch, der erkannt und benannt wird, ist deswegen nicht verschwunden, aber er ist nicht mehr im gleichen Maße fesselnd wie die sprachlose Dunkelheit einer in sich abgeschlossenen Welt. […] ein schmerzhaft informatives Buch, das jedem ans Herz zu legen ist, der sich ein ehrliches Bild von der Welt machen will in der wir leben.«
Verena Liebers – Eppendorfer Zeitung für Psychiatrie 6/2015

»Im Gegensatz zu vielen anderen, die das Thema heute in Talkshows diskutieren, analysiert sie [Moran] die Auswirkungen, die diese Berufstätigkeit auf ihr Seelenleben hatte und hat, und die psychischen Voraussetzungen, die es ihr überhaupt attraktiv erscheinen ließen, in die Prostitution einzusteigen, in begrüßenswert schonungsloser Deutlichkeit. […] Wer immer über die richtige Regulierung der sogenannten Sexarbeit nachdenkt, sollte diesen Text kennen und in die eigenen Erwägungen zu dem Thema einbeziehen.«
Ariane Rüdiger – anderewirtschaft.blog.de

»Über kaum eine Lebenswirklichkeit [ist] so wenig bekannt wie über die von Prostituierten. Rachel Moran bricht dieses Schweigen. […] Es ist […] ein schonungsloses, ehrliches Buch jenseits alle beschönigenden Klischees.«
Abendzeitung München, 18.08.2015

»Ein an die Nieren gehender, ungeschminkter Einblick in ein hochaktuelles Thema.«
Andrea Specht – JOYCE, August 2015

»Rachel Moran […] seziert das System Prostitution reflektiert und schonungslos: aus psychologischer, philosophischer, soziologischer und […] feministischer Sicht. […] Moran rückt das verklärte Bild, das viele vom Rotlichtmilieu haben, zurecht und räumt dabei mit Klischees auf.«
Katharina Altemeier – Radiosendung kulturWelt vom 03.09.2015 (Bayern 2)


»Eindringlich, authentisch und ehrlich beschreibt Moran, warum es für sie schon als Teenie keinen anderen Ausweg gab, als ihren Körper zu verkaufen. Was das Buch von Moran jedoch besonders wertvoll macht: Die Autorin seziert nicht nur detailliert, ehrlich und feinfühlig, was diese Erfahrungen ihrer Psyche, ihrem Körper und ihrer Identität als Frau angetan haben. Stattdessen geht sie noch einen Schritt weiter und setzt die ›Kommerzialisierung von sexuellem Missbrauch‹, wie sie Prostitution nennt, in den großen Zusammenhang und zeigt mit unglaublicher Sprachgewandtheit und klarem Denken auf, was dies mit einer Gesellschaft als Ganzes macht.«
Debora Höly – www.solwodi.de, Rundbrief Nr. 105, Sept. 2015

»Schockierend, ernüchternd […] Was sie aufgeschrieben hat, ist zum einen ein Geständnis gegenüber sich selbst, ein Selbst, das sie im Rotlichtmilieu beinahe vollkommen verloren hätte. Doch der Bericht geht weit über die vielschichtige Beschreibung ihres Schicksals hinaus. Moran reflektiert, analysiert und erklärt, weshalb die aktuelle Gesetzgebung in vielen europäischen Ländern den Menschenhändlern in die Hände spielt.«
Desirée Brenner – Donaukurier Nr. 272

»Das Buch der ehemaligen Prostituierten und heutigen Journalistin Rachel Moran ›Was vom Menschen übrig bleibt‹ könnte auch ihnen endlich ein Licht aufsetzten. Es wäre wünschenswert. […] Rachel Moran schildert in ihrem Buch nicht nur ausführlich ihr Leben vor, nach und vor allem in der Prostitution, sondern verknüpft ihre früheren Erlebnisse und Empfindungen mit heutigen Überlegungen und Reflexionen.«
Rolf Löchel – literaturkritik.de

»Das Besondere an Morans Buch sind ihre Geschichten aus dem Milieu. [...] Nirgends wurde der Gegensatz zwischen der Behauptung, dass dieser Lebensstil ›Beruf‹ sei, und der Realität besser beschrieben als in diesem Buch.«
Anja Röhl – Junge Welt Nr. 275, 27.11.2015

»Sieben Jahre lang schrieb die Irin Rachel Moran an ihrem äußerst reflektierten Buch, mit dem sie ihren LeserInnen die Augen öffnet für die wahren Probleme von Prostituierten, zu denen sie selbst sieben Jahre lang gehörte.«
Christa Mulack – fembio.org