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Diana Tatjana Raufelder

Von Machtspielen zu
Sympathiegesten

Das Verhältnis von Lehrern und Schülern im Bildungsprozess

ISBN 978-3-8288-9471-6
276 Seiten, Paperback
Tectum Verlag 2007
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Von Machtspielen zu Sympathiegesten

Details

Nur wenn das individuelle Verhältnis von Lehrer und Schüler als zwischenmenschliche Beziehung betrachtet wird, lassen sich daraus praktische Konsequenzen für die Ausbildung von Lehrern und damit für den Lehr- und Lernerfolg ziehen. Eine rein quantitative Bildungsforschung bleibt hingegen akademisch und ohne konkreten Nutzen. Dieses Buch tritt dem Missstand einer vorwiegend praxisfernen Forschung entgegen. Diana Tatjana Raufelder greift dazu auf Ergebnisse einer sechs Monate langen kulturanthropologischen Feldstudie zurück, die an einem Gymnasium in Baden-Württemberg stattfand. In Anlehnung an die „Dichte Beschreibung“ von Clifford Geertz (1983) entwickelte sie aus empirischen Beobachtungen im Klassenraum und Interviews sechs soziologische Prinzipien, die das Lehrer-Schüler-Verhältnis maßgeblich bestimmen: Macht, Dualismus, Solidarität, Produktivität, Sympathie und Identität. Dabei stellt die Autorin die Sicht der Lehrer wie auch der Schüler gleichberechtigt nebeneinander. Nur gemeinsam kommen sie als aktive Teilnehmer und Gestalter im Bildungsprozess zu positiven Ergebnissen.
  • „Im Anschluss an eine sorgfältig recherchierte Übersicht zu theoretischen Konzepten des Beziehungen zwischen Lehrern und Schülern wird am Beispiel eines ländlichen Gymnasiums in Baden-Württemberg anhand von Feldprotokollen und deren „dichten Beschreibungen“ dokumentiert, wie ritualisiert Lehrende und Lernende miteinander umgehen, wenn sie in Rollenmustern verharren, die von Macht und Abwehr geprägt sind, und wie weit entfernt demnach vermutlich nicht nur diese Schule von dem entfernt ist, was in 700 jähriger Tradition des Bildungsbegriffs propagiert worden ist. – Eine bedrückende Dokumentation, die alle aufrütteln muss, die im Grunde alles „ganz in Ordnung“ finden.“
    (Prof. Dr. Jörg Schlömerkemper, Pädagogik, Heft 11/2008)