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Anna-Catharina Marsch

Strukturen der internationalen
Korruptionsbekämpfung

Wie wirksam sind internationale Abkommen?

ISBN 978-3-8288-2119-4
286 Seiten, Hardcover
Tectum Verlag 2009
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Strukturen der internationalen Korruptionsbekämpfung

Details

Bestechung zur Anbahnung und Förderung von Auslandsgeschäften wurde bis ins 21. Jahrhundert nicht nur geduldet, sondern war in Deutschland sogar steuerlich absetzbar. Spätestens mit Auffliegen der umfangreichen kriminellen Schmiergeld-Zahlungen des Siemens-Konzerns 2006 ist die öffentliche Wahrnehmung ins Gegenteil gekippt. Dabei wird der Kampf gegen Bestechung und Bestechlichkeit längst nicht nur auf nationaler, sondern auch auf zwischenstaatlicher Ebene geführt. So wurden seit Beginn der 1990er Jahre verschiedene Übereinkommen zur Korruptionsbekämpfung geschlossen, darunter 1997 das OECD-Abkommen zur Bestechungsbekämpfung, 1999 die Antikorruptionskonvention des Europarates und 2003 die UN-Konvention gegen Korruption. Auch die Europäische Union, die selbst von Korruptionsskandalen betroffen war, ergriff Initiativen, um derartige Praktiken einzudämmen. Schließlich haben sich internationale Schiedsgerichte mit den rechtlichen Folgen transnationaler Bestechung auseinandergesetzt. Anna-Catharina Marsch berichtet, wie weit die Bekämpfung von Korruption auf internationaler Ebene gediehen ist. Sie analysiert dazu die gemeinsamen Grundsätze und Konzepte der zwischenstaatlichen Abkommen und der bisherigen Rechtsprechung und überprüft, ob diese konform sind mit den allgemeinen Regeln des Völkerrechts.
  • Dr. Anna-Catharina Marsch ist Staatsanwältin in Niedersachsen. Sie studierte Rechtswissenschaften mit Schwerpunkt Völkerrecht an der Universität Erlangen und dem Institut de hautes études internationales (HEI) in Genf. Während ihres Referendariats arbeitete sie unter anderem in der internationalen Rechtsanwaltskanzlei Lalive (Genf). Im Anschluss an ihre Ausbildung war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im European Legal Studies Institute der Universität Osnabrück tätig und wurde dort mit einer Arbeit zur Korruptionsbekämpfung auf internationaler Ebene promoviert.
  • „Bei „Strukturen der internationalen Korruptionsbekämpfung“ handelt es sich um ein für (Rechts-) Experten verfasstes Werk, das dennoch in vielen Bereichen auch für den interessierten Laien verständlich geschrieben ist. Sehr gelungen sind in diesem Zusammenhang die kurzen und prägnanten Zusammenfassungen am Ende der jeweiligen Abschnitte und insbesondere das pointierte Gesamtfazit. Das Buch leistet fraglos einen wichtigen Beitrag und Mehrwert zur wachsenden Literatur über die internationale Korruptionsbekämpfung.“
    (Sebastian Wolf in: Transparency International Deutschland)