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Cosima Wagner

Robotopia Nipponica

Recherchen zur Akzeptanz von Robotern in Japan

ISBN 978-3-8288-3171-1
450 Seiten, Paperback
Tectum Verlag 2013
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Robotopia Nipponica

Details

Japan ist seit den 1980ern als Land bekannt, das eine bemerkenswerte Roboterkultur hervorgebracht hat. Während jedoch die Diskussion um den Einsatz sogenannter „sozialer“ Roboter in der Pflege noch vor kurzem im Westen den Mythos vom „Roboterland Japan“ bestärkt hat, brachte die Dreifachkatastrophe von Fukushima im März 2011 allgemeine Ernüchterung: japanische Roboter konnten hier kaum helfen.

Cosima Wagner unternimmt auf der Basis originalsprachlichen Quellenmaterials nun erstmalig eine umfassende Erörterung der Robotopia Nipponica und bietet Erklärungsmodelle für den „Japanese Way of Robotics“. Eine dichte Beschreibung der Wechselwirkung von Kultur und Technik macht deutlich, dass Roboter auch in Japan nicht nur rationale High-Tech-Produkte sind, sondern als technische Artefakte ihre Existenz und ihre spezifische Erscheinungsform dem Zusammenspiel verschiedener sozialer, politischer und kultureller Faktoren verdanken.

Als Beitrag einer kulturwissenschaftlichen Technikforschung regt die Autorin – anstelle exotisierender Interpretationen – zur Reflexion über die Relation von Kultur und Technik an und bereichert anhand des Fallbeispiels Japan die Debatte um eine Technisierung der Zukunftsgesellschaft. Themen des Bandes: - Zeitgeschichte der Roboter-Adaption in Japan - Roboter-Leitbilder aus der Populärkultur - Interviews mit japanischen Robotikforschern und –experten - Strategiepläne der japanischen Regierung - Methodische Fragen der japanbezogenen kulturwissenschaftlichen Technikforschung.

Cosima Wagner im Interview beim SRF – Schweizer Fernsehen

  • Cosima Wagner studierte Japanologie und Geschichte in Marburg und Berlin. Seit 2003 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Japanologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main; sie befasst sich mit den Themen Technik in Japan, Alltags- und Konsumgeschichte Japans nach 1945, mit japanischen „Objektgeschichten“ seit dem frühen 20. Jahrhundert und mit dem Diskurs um den weltweiten Boom der japanischen Populärkultur.

»Ein interessanter Beitrag kulturwissenschaftlicher Technikforschung über die Roboterkultur in Japan. Die Autorin beschreibt Zeitgeschichte und Roboter-Leitbilder, führt Interviews mit japanischen Roboterforschern und -experten und zeigt Strategiepläne der japanischen Regierung auf. Detailreich, komplex und fachsprachlich, für Fachleute und Interessierte sicher eine lesenswerte Betrachtung zur Akzeptanz von Robotern in Japan.«
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