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Bücher aus der Reihe:

Kleine Mainzer Schriften zur Theaterwissenschaft

Herausgeber: Prof. Dr. Kati Röttger, Prof. Dr. Peter Marx, Prof. Dr. Friedemann Kreuder

Die Reihe “Kleine Mainzer Schriften zur Theaterwissenschaft” gibt Einblicke in die aktuellsten Strömungen der internationalen theaterwissenschaftlichen Forschung. Sie dient als Forum für die Veröffentlichungen erster, besonders ausgezeichneter Forschungsarbeiten von jungen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen. Robert Lepage, Cindy Sherman, John Jesurun, der ‘Mythos Chicago’ oder die Situationistische Internationale sind thematische Stichwörter der ersten, bereits veröffentlichten Bände. Sie stehen gleichsam paradigmatisch für das breite theaterwissenschaftliche Spektrum der Reihe: Kulturwissenschaftlich ausgerichtete Forschungsarbeiten wechseln sich ab mit Untersuchungen im Bereich von Media- and Performance-Studies; Beiträge zur Theatralitätsforschung sind hier ebenso zu finden wie Fallstudien zu zeitgenössischen Arbeiten von Theater- und Performancekünstlern, auch im Fokus von Bildtheorie, postkolonialer Kritik oder Gender-Studies.

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Johanna Dupré

Spiele des (Un)Sichtbaren

Performativität und Politik der Wahrnehmung im argentinischen Gegenwartstheater
Buenos Aires ist eine Stadt des Theaters. Dass an einem Samstagabend oft mehr als 150 Aufführungen zu sehen sind, zeugt von der Vielfalt der dortigen Theaterszene. Und doch ist es ein marginales Theater: gespielt in kleinen, alternativen Spielstätten, spielerisch, mit großen Freiheiten, ebenso großen Problemen – und praktisch entkoppelt von staatlichen Zuschüssen. Ein Theater wie aus einer Katakombe, das gerade deshalb durch die schwere argentinische Wirtschaftskrise im Jahr 2001 nichts von seiner Vitalität eingebüßt hat. Auch internationales Festivals wie Theater der Welt oder Kampnagel haben das argentinische Gegenwartstheater längst entdec...
Tectum Verlag  2010  •  246 Seiten  • ISBN 978-3-8288-9947-6  •  24.90 €*
Spiele des (Un)Sichtbaren
 

Hanna Maria Zipf

Giorgio Strehlers Arlecchino am Piccolo Teatro di Milano

Seit 1947, dem Gründungsjahr des Piccolo Teatro di Milano, steht Giorgio Strehlers Arlecchino servitore di due padroni regelmäßig auf dem Spielplan dieses ersten Stadttheaters für Prosa Italiens. Im Laufe seiner 62-jährigen Geschichte, die zehn von Strehler erarbeitete Inszenierungen der Komödie Goldonis umfasst, verkörpern nur zwei Schauspieler die Hauptrolle: Marcello Moretti und Ferruccio Soleri. Obwohl die Aufführungen immer auf Italienisch stattfinden, feiert das Publikum diese überall auf der Welt.
Warum ist Strehlers Arlecchino eine solche Erfolgsgeschichte beschert?
Um der Antwort auf diese Frage näher zu kommen, spannt Hanna Maria ...
Tectum Verlag  2010  •  178 Seiten  • ISBN 978-3-8288-2224-5  •  24.90 €*
Giorgio Strehlers Arlecchino am Piccolo Teatro di Milano
 

Katharina Pohl

Schönes Scheitern?

Die Suche nach Identität in den Inszenierungen Florian Fiedlers
Der Begriff des Scheiterns ist in den Zeiten der globalen Wirtschaftskrise vom großen „Tabu“ zum stark diskutierten Thema avanciert. Finanzmärkte scheitern an der Krise, Unternehmen an ihren Visionen und die Einzelnen am Aufbau einer als kohärent erfahrenen Identität. Insbesondere Vertreter der jungen Theaterregie-Generation nehmen sich dieses Themas an. Der Regisseur Florian Fiedler zeigt in seinen Inszenierungen „Die Leiden des jungen Werther“ und „I Hired a Contract Killer“ am schauspielfrankfurt das Scheitern der Protagonisten bei ihrer Suche nach Identität als eine existentielle Identitätskrise.
In dichter Verschränkung einer detaillier...
Tectum Verlag  2010  •  182 Seiten  • ISBN 978-3-8288-2223-8  •  24.90 €*
Schönes Scheitern?
 

Martina Lenhardt

GrenzFall.

Zum Verhältnis von Performance und Spiel
Das Verhältnis des Spielbegriffs zu den performativen Künsten ist mindestens ebenso vielfältig und gespalten wie es der Spielbegriff an sich ist. Von der Theorie zermürbt und zur Leerkategorie ausgehöhlt begegnet uns Spiel - dem Fußballsport sei Dank - mittlerweile an nahezu jeder Plakatwand. In ihrer Studie löst Martina Lenhardt Spiel im Theater von einer traditionalistisch geprägten Vorstellung ab und entdeckt das Spielhafte des Schau-Spiels an ganz anderen Stellen.
Tectum Verlag  2008  •  124 Seiten  • ISBN 978-3-8288-9758-8  •  24.90 €*
GrenzFall.
 

Ellen Waniek

Gerettet?

Spiegelungen des prekären Sinn-Subjekts im jungen deutschen Regietheater
Kursiert das Adjektiv „prekär“ im Kontext der Neologismen „Prekariat“ und „Prekarität“ seit 2006 in der sozial- und damit einhergehend in der tagespolitischen Debatte, zeigen die Begriffe „Eineuro-“, „Teilzeit-“ oder „Minijobs“ schlagwortartig das Feld prekärer Beschäftigungsverhältnisse auf, durch welche Gefühle der Unsicherheit, der Unberechenbarkeit und somit wachsender Zukunftsängste heute auf neuartige Weise erfahren werden. Mit dem Verlust von Kontrolle und Sicherheit auf arbeitsrechtlicher sowie psychosozialer Ebene taucht unmittelbar die Frage nach „dem Sinn“ auf, nach einem teleologischen Sinn von Handlungen, von Raum, Zeit und Leben...
Tectum Verlag  2008  •  138 Seiten  • ISBN 978-3-8288-9737-3  •  24.90 €*
Gerettet?
 

Stefanie Plappert

"Wahrhaftige Begegnungen?"

Facetten des ‚Fremden’ im zeitgenössischen norwegischen Theater
Norwegen liegt nicht nur geographisch eher am Rande Europas, auch im Bewusstsein vieler ist es eher ein Land des Ölreichtums, Walfangs und Biathlons. Dass das Land daneben auch von einer Geschichte historischer Abhängigkeiten und kultureller Identitätsfindung geprägt wurde, die bis heute Einfluss auch auf seine Theaterszene nehmen, betont das vorliegende Buch „Wahrhaftige Begegnungen?“. Der Fokus der Autorin Stefanie Plappert liegt auf der kulturtheoretisch untersuchten Erfahrung und Darstellung des ‚Fremden’ und der Frage, wie das Theater diese zu verhandeln vermag. Zu diesem Zwecke vergleicht sie zwei norwegische Theaterarbeiten und wirft F...
Tectum Verlag  2008  •  204 Seiten  • ISBN 978-3-8288-9497-6  •  24.90 €*
"Wahrhaftige Begegnungen?"
 

Alexandra Freund

Fake ist total real

Das Theater des Igor Bauersima
„Als ich mit den ersten Theaterinszenierungen anfing – wir haben das damals Filmtheater genannt, eine ursprüngliche Bezeichnung für Kino – wollte ich einerseits einfach Filme machen dürfen, welche sich um andere Motive als Wirtschaftlichkeit kümmern können. Gleichzeitig dachte ich, dass die Bewegung des Kinos der Bühne nutzen könnte, denn dadurch könnte man die grotesken Verrenkungen des traditionellen Theaters loswerden. Das waren relativ naive Überlegungen. Aber sie generierten eine interessante Art von Maschine, mit der ich sehr gerne arbeite.“ (Bauersima im Interview mit Andrea Grudda) Igor Bauersima gehört spätestens seit „norway.today“ ...
Tectum Verlag  2007  •  204 Seiten  • ISBN 978-3-8288-9348-1  •  24.90 €*
Fake ist total real
 

Stephanie Reinbold

Schwedisches Kinder- und Jugendtheater

Ein Paradigma für das deutsche Kinder- und Jugendtheater seit den 1980er Jahren?
Während der 1980er Jahre wurde das schwedische Kinder- und Jugendtheater in Deutschland als ein „Modell“ wahrgenommen. Rezensenten sprachen überschwänglich von einem „Wunder“ und bezeichneten die Schweden als „Vorreiter“ in der Entwicklung des Kinder- und Jugendtheaters. Gelobt wurde besonders, dass das schwedische Theater mit der realistischen Spieltradition brach, die seit den späten 1960er Jahren in Deutschland vorherrschte. Die vorliegende Studie widmet sich den Fragen, worin der viel zitierte „Bruch“ mit der realistischen Spieltradition in Deutschland bestand, ob die Auseinandersetzung mit schwedischem Kinder- und Jugendtheater wirklich ...
Tectum Verlag  2007  •  132 Seiten  • ISBN 978-3-8288-9259-0  •  24.90 €*
Schwedisches Kinder- und Jugendtheater
 

Eva Holling

Ist alles gespielt?

Blicke auf den Stadtraum im neuen Theater
Den Stadtraum bespielende Theaterprojekte verlassen funktionale und institutionalisierte Architekturen. Sie zeigen Formen einer künstlerischen Praxis auf, die sich mit Raum auseinandersetzen, ihn sich zunutze oder zu eigen, einen anderen aus ihm machen. Produktionen, die die Stadt und ihre Besonderheiten herausarbeiten und sie bisweilen zur Protagonistin werden lassen, vermitteln: Die Stadt als Ort des Theaters ist mehr als nur ein Rahmen. Solche Theaterprojekte funktionieren, indem sie den Stadtraum als Möglichkeitsraum erkennen und diesen gezielt ausschöpfen. Projekte aus der jungen deutschen Theaterpraxis fokussieren den Blick auf Stadt- u...
Tectum Verlag  2007  •  122 Seiten  • ISBN 978-3-8288-9207-1  •  24.90 €*
Ist alles gespielt?
 

Stefanie Watzka

Verborgene Vermittler

Ansätze zu einer Historie der Theateragenten und -verleger
Die Theateragenten, Stellenvermittler und Bühnenverleger, die seit den 1830er Jahren für etwa hundert Jahre ein fester und überaus mächtiger Bestandteil des deutschen Theatersystems waren, sind - vor allem in neueren theaterhistorischen Abhandlungen - ein nur selten beachtetes Phänomen. Im vorliegenden Band wird der Frage nachgegangen, weshalb diese Berufsgruppe beziehungsweise ihre Bedeutung für das Theater in der heutigen Forschung weitgehend unberücksichtigt bleibt, ihre Existenz geradezu „verborgen“ wird. Dabei wird neben der Betrachtung der Arbeitsweisen auch die Darstellung der Vermittler in zeitgenössischen Theaterromanen untersucht, u...
Tectum Verlag  2006  •  174 Seiten  • ISBN 978-3-8288-9199-9  •  24.90 €*
Verborgene Vermittler
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