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Thomas Schneider

Krankenversicherung in Europa
- Deutschland, Schweden und
die Niederlande im Vergleich

Neue Lösungsansätze einer europäischen Gesundheitspolitik

ISBN 978-3-8288-2253-5
404 Seiten, Paperback
Tectum Verlag 2010
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Krankenversicherung in Europa - Deutschland, Schweden und die Niederlande im Vergleich

Details

Der Vergleich des schwedischen und niederländischen Gesundheitssystems legt Potenziale zur Neuorganisation der deutschen Krankenversicherung offen. Eine Verbreiterung der Finanzierung brächte große Vorteile, ohne die Qualität der Versorgung und den Zugang über Gebühr einzuschränken. Die Schweden machen es vor: Ihre dezentrale Struktur, die Steuerfinanzierung, das Leistungsprinzip, die staatliche Arzneimittelkontrolle und die Qualitätssicherung können wichtige Ansatzpunkte sein. Die Niederlande gehen einen anderen Weg mit der Privatisierung der Krankenkassen, Stärkung der Konkurrenz untereinander, mit neuer Beitragsgestaltung, mit dem Gesundheitszuschuss und der Beitragsrückerstattung. Auch daraus könnte das deutsche System lernen. Bei der Reform auf Europa zu warten, macht indessen wenig Sinn. Die Gesundheitspolitik der Europäischen Union steckt noch in den Kinderschuhen. Durch die Aktionsprogramme hat die EU seit 1986 geringfügig Einfluss auf den Bereich und konnte diesen durch die Offene Methode der Koordinierung seit 2005 ausbauen. Auch die Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofes von 1998 bis 2003 zur ambulanten und stationären Versorgung innerhalb der EU stärken den Einfluss der europäischen Ebene. Von Mindeststandards auf dem Kontinent kann allerdings auf absehbare Zeit keine Rede sein.
  • Magister für Politikwissenschaft, Zeitgeschichte und Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Master of European Studies an der Universität Wien, Doktor der Philosophie und ehemaliger Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung
  • "Lesenswert sind allein schon die detaillierten Darstellungen der Entwicklung der Gesundheitssysteme und Krankenversicherungen der drei Länder von den Anfängen im 19. Jahrhundert bis heute."