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Matthias Mader

Können sozialpolitische
Dienstleistungen Armut
lindern?

Eine empirische Analyse wirtschaftlich entwickelter Demokratien

Politik begreifen | Band 16
ISBN 978-3-8288-2651-9
105 Seiten, Paperback
Tectum Verlag 2011
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Können sozialpolitische Dienstleistungen Armut lindern?

Details

Neben direkten Transferzahlungen sind sozialpolitische Dienstleistungen wie staatliche Einrichtungen der Altenpflege, Kinderbetreuung oder Gesundheitsversorgung das wichtigste Instrument moderner Wohlfahrtsstaaten. Gibt es in Ländern, die viel Geld für sozialpolitische Dienstleistungen ausgeben, auch eine niedrigere relative Einkommensarmut? Matthias Mader diskutiert verschiedene Mechanismen, die eine armutsreduzierende Wirkung sozialpolitischer Dienstleistungen nahelegen. So können etwa staatliche Kinderbetreuungsangebote nicht nur die Erwerbstätigkeit erhöhen, indem sie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie steigern. Aufgrund des Personalbedarfs in den Betreuungsstätten werden gleichzeitig Arbeitsplätze geschaffen, was wiederum zu sinkender Arbeitslosigkeit führen kann. Der Autor untersucht für 18 Länder im Jahr 2000 den (Gesamt-)Effekt der diskutierten Kausalmechanismen in einer ländervergleichenden, quantitativen Analyse.
  • „Vergleichend für 18 OECD-Länder für das Jahr 2000 untersucht der Autor mithilfe multivariater linearer Regressionsmodelle, ob sozialpolitische Dienstleistungen wie die aktive Arbeitsmarktpolitik, Maßnahmen im Bereich der Familienpolitik und Altenhilfe (social care) sowie der Gesundheitspolitik eigenständige armutsvermeidende Effekte entfalten, die sich von denen der Transferleistungen abgrenzen lassen. Als Ergebnis dieser methodisch anspruchsvollen quantitativen Analyse kann Mader die Wirksamkeit sozialpolitischer Dienstleistungen nicht nur nachweisen, sondern erhält auch Anhaltspunkte für die Vermutung, dass „dieser Effekt bedeutsamer ist als der des Transfers“. Abschließend skizziert der Autor sowohl wohlfahrtsforschungsrelevante als auch sozialpolitische Schlussfolgerungen, die aus den Analyseergebnissen gezogen werden können und verweist auf eine Neubewertung des Nutzens sozialpolitischer Dienstleistungen.“