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Christina Mundlos

Gewalt unter der Geburt

Der alltägliche Skandal

ISBN 978-3-8288-3575-7
217 Seiten, Klappenbroschur
Tectum Verlag 2015
16,95 €
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Gewalt unter der Geburt

Details

Für Frauen ist die Geburt ein äußerst schmerzhafter Vorgang. Das lässt sich hinnehmen. Dass die Geburtshilfe im deutschen Klinik- und Gebäralltag regelmäßig und beinahe unkritisiert von vielfältigen Formen der Gewaltausübung begleitet wird, ist dagegen ein Skandal, den Christina Mundlos’ Buch erstmalig thematisiert.

Die von ihr versammelten Erfahrungen von Müttern und Hebammen berichten von medizinisch unnötigen Kaiserschnitten, nicht genehmigter Genitalverstümmelung, von unnötig vielen und brutal durchgeführten vaginalen Untersuchungen, verweigerten Schmerzmitteln und festgeschnallten Frauen. Gebärende werden allein gelassen, ausgelacht und beleidigt, ihre Selbstbestimmung missachtet und Operationen ohne Betäubung durchgeführt. Bislang wurde diese Gewalt totgeschwiegen.

Mundlos demonstriert, dass diese Beispiele keine Einzelfälle sind, sondern eine völlig tabuisierte Gewaltform und damit ein tiefgehendes, gesellschaftliches Problem. Sie zeigt die Zusammenhänge auf zwischen der stiefmütterlichen Behandlung der Geburtshilfe im Gesundheitssystem, einer noch immer vorhandenen Frauenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft und aktuellen politischen Vorgängen. Darüber hinaus stellt sie konkrete Forderungen an die Verantwortlichen, damit die Gewalt unter der Geburt beendet werden kann. Schwangere erhalten zudem Tipps, wie sie sich selbst am besten schützen und auf die Geburt vorbereiten können.

Eine LESEPROBE finden Sie hier.

  • Christina Gewalt unter der Geburt
    Christina Mundlos ist Soziologin und arbeitete von 2009 bis Oktober 2014 im Gleichstellungsbüro der Universität Hannover, wo sie zuletzt das Familienservicebüro leitete. Seit November 2014 ist sie als freiberufliche Autorin tätig. Im Zusammenhang der Regretting-Motherhood-Debatte im Frühjahr 2015 war Mundlos in Print und Fernsehen stark präsent mit ihrem Buch Mütterterror (u.a. 3Sat Kulturzeit, Süddeutsche Zeitung, heute journal, Bayern 3, HR 2, WDR 5, Deutschlandfunk). Sie hat zwei Kinder und lebt in Hannover.

»Dabei benutzt sie oft eine sachliche Sprache, die den Klinikalltag im Kreißsaal zwar radikal, aber doch gut recherchiert wiedergibt. Zugleich ist dieses Werk ein sehr mutiges Buch, da es bisher über eine verschwiegene Thematik berichtet, die oftmals sogar von den Betroffenen aus Scham nicht angesprochen wird. [...] Alles in allem ein gelungenes Buch mit hervorragendem Aufklärungswert, obwohl dem Leser beim Lesen wohl eine Gänsehaut überkommt«
welikebooks.de

»Dieses Buch ist wertvoll, weil es einem Tabu (nämlich der alltäglichen Gewalt in der Geburtshilfe) ein öffentliches Gesicht gibt. [...] Ich werde es mit Sicherheit mehrfach verschenkt. Ich kenne eine Menge Menschen in unserer Gesellschaft, deren Horizont dadurch erweitert werden kann. Das Buch ist sinnvoll aufgeteilt. [...] Besonders hilfreich für betroffene Frauen ist sicher der Serviceteil des Buches, in dem direkte Adressen aufgelistet sind von Menschen, die spezielle Beratung nach erlebter Gewalt bzw. einem Trauma durch die Geburt, für Frauen anbieten. Frau Mundlos hat ein sehr interessantes, gut recherchiertes und erschütterndes Buch geschrieben. Obwohl es traurig ist, dass es Gewalt unter der Geburt gibt (und nicht nur in unserem Land), ist es sinnvoll, dass es nun ein Buch zu diesem Thema gibt und ich bin sehr dankbar dafür!«
Kristina Wierzba-Bloedorn – bauchgeburt.de

»Das Herzstück des Buches sind Erfahrungsberichte, die uns hinter die Kreissaaltüren blicken lassen. [...] Christina Mundlos hält mit ihrem Buch, was sie verspricht, wenn sie in der Einleitung ankündigt: ›Mit diesem Buch soll der Sprachlosigkeit ein Ende gesetzt werden.‹ Das ist ihr gelungen, den sie gibt den betroffenen Müttern, werdenden Hebammen und einem Vater eine Stimme. [...] ›Gewalt unter der Geburt‹ Der alltägliche Skandal ist ein wichtiges Buch, das jeder lesen sollte, der etwas über den Ist-Zustand der Geburtskultur in unserem Land erfahren will. [...] Für alle Menschen, die Frauen in Schwangerschaft und Geburt begleiten, ist das Buch ein trauriges, aber interessantes Werk, das helfen kann, mehr über die vorherrschenden Zustände zu erfahren und das eigene Handeln zu reflektieren.«
Simone Vogel – HappyBirthday – Gemeinsam für eine selbstbestimmte Geburtskultur e.V., 26.11.2015

»Christina Mundlos hat ein sehr engagiertes Buch geschrieben. [...] Zahlreiche Erfahrungsberichte aus unterschiedlichen Perspektiven sind das Kernstück des Buches. Sie sind berührend und belastend zugleich [...] Ein ausführlicher Serviceteil gibt eine Übersicht über Unterstützungsangebote. [...] Ein berührendes Buch - wichtig, dass das Thema Anerkennung findet und mit dem Tabu gebrochen wird, vor allem für Fachpersonen.«
Bianca Keller – Deutsche Hebammen Zeitschrift 1/2016/68. Jahrgang

»Ein hilfreicher Mutterratgeber der anderen Art.«
Alles für mein Kind – Elternmagazin, 02/2015

»Mich hat das Buch dazu veranlasst, endlich die Geburtsberichte meiner Kinder in den Kliniken anzufordern, um mir über einige Geschehnisse ein besseres Bild machen zu können.«
Kerstin Vaziri-Elmoghir – GfG info. Informationen der Gesellschaft für Geburtsvorbereitung – Familienbildung und Frauengesundheit – Bundesverband e.V. / 1/2016

»Christina Mundlos hat sich gewissenhaft mit dem Thema beschäftigt, vermeidet jede Wertung […]. Ein sehr wichtiges Buch.«
Gabi Horak – an.schläge – das feministische Magazin 1/2016

»Frau Mundlos gelingt es, die Bedingungen, unter denen all dies stattfindet, treffend zu beschreiben. [...] Frau Mundlos gebührt Dank für dieses längst fällige Buch.«
Hebammeninfo 01/16

»Sie hält nichts Neues für uns Hebammen bereit, aber all jene, die über das Kinderkriegen nachdenken, sollten anstelle all dieser Schwangerschafts-Apps und diverser Lektüren zum selbigen Thema lieber Christina Mundlos’ Buch lesen. Dass sich werdende Mütter und Väter ›warm anziehen‹ müssen, ist zunehmend kein Geheimnis mehr. Dieser Tatsache wird hier erstmals Rechnung getragen.«
Jana Siedenburg – Hebammen forum 12/2016

»›Gewalt unter der Geburt‹ ist ein berührendes Buch, das theoretische Erklärungen und Erfahrungen verbindet mit erreichbaren Zielen.«
Ariane Panther – diestoerenfriedas.de