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In Regierungszentralen bündelt sich staatliche Macht. Sie unterstützen die Arbeit des Regierungschefs durch Information, Koordination und Planung und sind damit zentrale Instanz für ein tieferes Verständnis moderner Staaten. Dennoch standen selbst westliche Regierungszentralen bislang nur vereinzelt im Fokus der Politik- und Verwaltungswissenschaft. Olaf Dahlmann befasst sich am Beispiel Estlands erstmals mit der Regierungszentrale eines osteuropäischen Staates während der Transformation vom kommunistischen Teilstaat zur demokratischen Nation.
Mit einem eigenen theoretischen Analysemodell, das den speziellen Kontext einer sich in Transformation befindenden Regierungszentrale berücksichtigt, dokumentiert der Autor die Entwicklung der Organisation vom Erreichen der nationalen Unabhängigkeit bis zum Beitritt Estlands zur Europäischen Union im Mai 2004. Dabei wird deutlich, welche Einflüsse in welchem Ausmaß die Organisationsstruktur der estnischen Regierungszentrale prägten bzw. bis heute prägen. Fachwissenschaftliche Leser und Estland-Kenner werden das Buch gleichermaßen mit Gewinn lesen.
„Dahlmann leistet insgesamt nicht nur einen Gewinn bringenden Beitrag zur Erforschung von Regierungszentralen allgemein. Seine Dissertation bietet ebenso neue Erkenntnisse im Bereich der Forschung zum institutionellen Wandel unter dem Einfluss der EU-Konditionalitäten.“
Anja Franke-Schwenk - portal für politikwissenschaft, 7/2011
»Mit seiner umfassenden Arbeit über die Entwicklung der estnischen Regierungszentrale im Zeitraum von 1992 bis 2004 schließt Olaf Dahlmann eine Lücke in der Untersuchung mittel- und osteuropäischer Regierungszentralen.«
Ralph Michael Wrobel - Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung, 61 (2012) H. 2

