Springe zum Hauptinhalt »

Mein Warenkorb
Der Warenkorb ist leer

Dieter Prokop

Der Witz der Eva Heller

Mit Aufsätzen, Vorträgen, Cartoons und Bildern der Schriftstellerin

ISBN 978-3-8288-2300-6
224 Seiten, Paperback
Tectum Verlag 2010
19,90 €
inkl. 7% MwSt., versandkostenfrei
Lieferzeit 1-3 Tage
inkl. 19% MwSt., versandkostenfrei
Lieferzeit sofort
Der Witz der Eva Heller

Details

Sie schreibe "Lach- und Sachgeschichten", meinte Eva Heller, wenn sie in ihren Stammkneipen von Unbekannten gefragt wurde, welchen Beruf sie habe. Erst später im Gespräch sagte sie, dass sie Eva Heller sei, und dann wussten alle Bescheid, denn ihren Debütroman 'Beim nächsten Mann wird alles anders' kannten alle. Er war das meistgelesene Buch im Lande. Damit wurde Eva Heller zur Begründerin einer neuen witzigen Frauenliteratur. Wer war die im Januar 2008 verstorbene Schriftstellerin? Was hat sie zu einer weltweit erfolgreichen Bestseller-Autorin gemacht?

Der Soziologieprofessor Dieter Prokop war Eva Hellers Ehemann. Er schildert ihre Persönlichkeit, ihr Leben. Dazwischen kommt Eva Heller selbst zu Wort, mit Aufsätzen, Reden, Interviews, Cartoons, auch mit unveröffentlichten Texten und mit Gemälden, die hier erstmals gezeigt werden.

  • Dieter Ästhetik der Kulturindustrie
    Dieter Prokop ist Professor em. für Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt.
    1973–1980 Dozent am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Frankfurt. 1978 Habilitation. 1979–1980 Gründungsvorsitzender der Gemeinsamen Kommission für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft der drei Fachbereiche Neuere Philologien, Klassische Philologien und Gesellschaftswissenschaften. 1980–1988 selbständiger Fernsehjournalist. Arbeiten als Autor und Regisseur für ZDF, HR, WDR in den Redaktionen Innenpolitik und Gesellschaftspolitik. Fernsehsendungen u.a. die Reihen: Neue Medien, neue Märkte, neue Macht (ARD Bildung und Gesellschaft); Kopfduell (Serie mit Politikern zu Themen wie Modernisierung der Wirtschaft, Arbeitslosigkeit, Technologiepolitik; ZDF Innenpolitik); Hollywood, Hollywood (Geschichte Hollywoods, gedreht in Hollywood; ZDF Bildung und Gesellschaft). 1988–2005 Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt Medien am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Frankfurt. Seit 2005 emeritiert.
    In seinen seit 2000 erschienenen Büchern vertritt Prokop eine »Neue kritische Medienforschung» bzw. »Neue kritische Kommunikationsforschung». In den folgenden Jahren hat Prokop die Theorie der Kulturindustrie der ‚Frankfurter Schule’ weiterentwickelt, in kritischer Auseinandersetzung mit Theodor W. Adorno und Max Horkheimer. Diese Arbeit mündete 2003 in einer Negativen Dialektik der Kulturindustrie, 2004 in einem Lexikon der Kulturindustrie und 2009 in einer Ästhetik der Kulturindustrie.
  • „Es ist eine Biographie in Episoden, Dokumenten persönlichen Erinnerungen, Reden, Aufsätzen, Analysen, Werkschau und Bildern. Und es ist gleichzeitig eine wunderbare, berührende Liebeserklärung an eine einzigartige Frau. Dieter Prokop betont zwar immer wieder, dass er primär Soziologieprofessor und nicht Schriftsteller sei, hat aber als intellektueller und literarischer Sparringpartner von Eva Heller offenbar so viel mitbekommen, dass er sich Entschuldigungen wegen poetischer Lücken hätte sparen können. Vor allem konzeptionell ist auch ihm ein kleines Meisterwerk gelungen. Denn er ordnet die klug ausgewählten Puzzlesteine so geschickt, dass die Leserinnen und Leser ein Bild von Eva Heller bekommen, das diese wohl ebenfalls unterzeichnet hätte. [...] Einem Multitalent wie Eva Heller auf beschränktem Raum gerecht zu werden, ist nicht einfach. Zumal Dieter Prokop seinen Lesern ja auch die vielen Seiten ihrer Persönlichkeit nahe bringen will. Doch diese schwierige Aufgabe ist ihm so hervorragend gelungen, dass ich die Empfehlung für sein Buch gerne weitergebe. Wer ihr folgt, wird eine übermütige, analysierende, witzige und starke Frau kennenlernen, die keine faulen Kompromisse schloss, nur um anderen zu gefallen. Und damit sind nicht nur Männer gemeint. Mein Fazit: Eine Liebeserklärung an Eva Heller, die ihr ein verdientes Denkmal setzt, dumme Irrtümer bereinigt, ungerechtfertigte Vereinnahmungen erschwert, ihr wissenschaftliches Werk ebenso würdigt wie ihre Romane und ein Frauenleben zeigt, das wirklich emanzipatorischen Charakter hat.“
    (Dr. Werner Fuchs auf www.amazon.de)
  • „‚Scharf, analytisch, oft bösartig‘ war Hellers Humor, schreibt Dieter Prokop. 29 Jahre lang waren sie ein Paar, der Soziologieprofessor und die Autorin, die mit dem Millionenseller ‚Beim nächsten Mann wird alles anders‘ 1987 die Frauenliteratur revolutionierte. Mit dem Buch ‚Der Witz der Eva Heller‘ will Prokop seiner Gattin zwei Jahre nach ihrem Tod nun ein letztes Denkmal setzen.“
    (Beate Strobel, Focus, 2. August 2010)
  • „Ihr Name steht für charmante, witzige und emanzipierte Frauenliteratur der 1990er Jahre. Eva Hellers bis heute bekanntester Roman ‚Beim nächsten Mann wird alles anders‘ wurde 1988 auf einen Schlag das meist gelesene Buch Deutschlands und weltweit in zwanzig Sprachen übersetzt. Darüber hinaus veröffentlichte sie wissenschaftliche Bücher über Farbenwirkung, arbeitete als Cartoonistin und Werbefachfrau und war anerkannte Soziologin. Doch was für ein Mensch war diese vielseitig begabte und emanzipierte Frau wirklich? Ihr Ehemann Dieter Prokop erzählt mir ‚Der Witz der Eva Heller‘ sympathisch, lebensnah und voller Respekt vom Leben an der Seite seiner so erfolgreichen Frau: vom gemeinsamen Alltag, von Ängsten, Wünschen und Werten, für die sie gemeinsam kämpften. Zudem kommt Eva Heller selbst zu Wort – in Interviews, Cartoons und Aufsätzen erhält der Leser/die Leserin einen interessanten Einblick in ihre Vorliebe für ‚praktizierte Sozialforschung‘ oder ihre Ablehnung düsterer Emanzipationsromane.“
  • „Vielseitig begabt, analytisch-scharfsinnig mit aberwitzigem Witz ausgestattet – die promovierte Eva Heller fand ihre Sujets in Kneipen, die sie allein aufsuchte. Eine ausgesprochen eigenwillige Art ‚Dem Volk aufs Maul zu schauen‘. Dem Autor gelang mit dem Buch ein Stück gelebtes Leben der forsch-emanzipierten Eva Heller fassbarer zu machen. Danke!“