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Horst Groschopp

Der ganze Mensch

Die DDR und der Humanismus - Ein Beitrag zur deutschen Kulturgeschichte

ISBN 978-3-8288-3163-6
560 Seiten, Paperback
Tectum Verlag 2013
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Der ganze Mensch

Details

War die DDR ein humanistisches Land? Zumindest stand es so in ihren Verfassungen und in Gesetzestexten – wie sonst in keinem anderen Land der Welt. Das Programm der SED rief das „große Hurra“ eines Humanismus aus, der sich bewusst vom konservativen Humanismus in der Bundesrepublik abgrenzte.Horst Groschopp geht detailliert auf die Bildung des ostdeutschen Humanismuskonzepts ein, das im Pariser Exil und in deutschen Kriegsgefangenenlagern in Russland begann, und gibt differenzierte Antworten zur Debattengeschichte.

Karl Marx löste den „Humanismus“ 1845 in „Kommunismus“ auf. Im Kalten Krieg wurde diese Deutung in der Sowjetischen Besatzungszone/DDR revidiert – warum geschah dies aber so engführend, so halbherzig, so dogmatisch? Worin bestand der spezifisch deutsche „Kultursozialismus“ von Walter Ulbricht und Alfred Kurella? Und weshalb musste er scheitern?

  • Horst Dissidenten
    Dr. Horst Groschopp, Berlin, geb. 1949 in Zwickau, habilitierter Kulturwissenschaftler; Mitherausgeber, Redakteur und Autor bei den Mitteilungen aus der Kulturwissenschaftlichen Forschung (1979-1997, 37 Bde.; Fortsetzung unter kulturation.de); an der Humboldt-Universität zu Berlin angestellt von 1971-1996, zuletzt als Hochschullehrer; bis 1988 Veröffentlichungen zur historischen Arbeiterkultur (u. a. Zwischen Bierabend und Bildungsverein; 1985, 2. Aufl. 1987); ab 1985 Arbeiten zur Kulturgeschichte der deutschen Freidenker (gerade in 2. verbesserter Aufl. bei Tectum erschienen: Dissidenten. Freidenker und Kultur in Deutschland; 1. Aufl. 1997); seit 1997 Direktor der Humanistischen Akademie Berlin; Veröffentlichungen zur Theorie und Geschichte des modernen Humanismus; Herausgeber der Reihen humanismus aktuell (Berlin 1997-2009), der Schriftenreihe der Humanistischen Akademie Berlin (ab 2008, bisher fünf eigene Bände); gleichzeitig Direktor der Humanistischen Akademie Deutschland (ab 2009) und Herausgeber von deren Schriftenreihe (bisher vier eigene Bände); Redakteur der Online-Zeitschrift humanismus aktuell (ab 2010); Präsident des Humanistischen Verbandes Deutschlands (2003-09); im vorliegenden Buch greift der Autor Studien von 1989-1993 wieder auf zur Kulturgeschichte der DDR, deren Kultursystem und dessen Ende.

»Ein wertvolles und notwendiges Buch. […] Horst Groschopps Buch ist auch deshalb so wertvoll und notwendig, weil in bundesdeutschen Publikationen über den Humanismus die DDR in der Regel nicht vorkommt. Selbst wenn es sich bei deren Autoren um renommierte Menschen aus dem säkularen Humanismus handelt. Insofern kommt dem von Groschopp gewählten Untertitel „Ein Beitrag zur deutschen Kulturgeschichte“ bewusst eine besondere Bedeutung zu.«
Siegfried R. Krebs – Humanistischer Pressedienst

»Groschopp hat eine Studie mit bemerkenswertem Tiefgang vorgelegt, die unser Wissen über die Zeitgeschichte wesentlich bereichert.«
Siegfried Prokop – Archiv zur Geschichte der Arbeitsbewegung

»Eine höchst lesenswerte Darstellung, die dem Leser neue sichten zum Nachdenken über DDR-Geschichte erschließt.«
Kurt Schneider – Leipzigs Neue

„Horst Groschopp hat jetzt eine opulente Studie vorgelegt, die wohl das Profundeste und Spannendste ist, was es zum Verständnis der Genese und Wirkungsabsichten von Kulturpolitik in der DDR gibt.“
Tobias J. Knoblich – Kulturpolitische Gesellschaft Bonn

»Horst Groschopps Untersuchung bietet die Grundlage für ein differenziertes Urteil über die Frage, wie viel Humanismus sich in Politik und Alltag der DDR finden lassen. Er schreibt ein interessantes Stück Ideengeschichte, das alle mit Gewinn lesen können.«
Blätterwald MIZ 3/13

»Wer denn Aufschluss sucht über Kurellas geistige und politische Beweggründe für sein lebenslang missionarisches, anmaßendes Streben auch späterhin in der DDR, dem sei ›Der ganze Mensch‹ von Horst Groschopp empfohlen. [...] Da das Nachdenken über Humanismus ohne die Nachdenkenden nicht auskommt, findet der Leser Auskünfte über namhafte wie namenlose Akteure des 20. Jh., findet manch anregenden Gedanken und kann dieses Buch auch wie ein Nachschlagewerk gebrauchen.«
Ulrike Köpp – JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung 2015/I