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Hans-Joachim Schönknecht

Mythos – Wissenschaft –
Philosophie Bd. 1-3

Zur Genese der okzidentalen Rationalität in der griechischen Antike

ISBN 978-3-8288-3867-3
1328 Seiten, Hardcover
Tectum Verlag 2017
99,95 €
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Mythos – Wissenschaft – Philosophie

Details

In drei umfassenden Bänden erforscht Hans-Joachim Schönknecht den Ursprung und die Entstehungsgeschichte wissenschaftlichen Denkens. Philosophie und Naturwissenschaften, die Grundpfeiler westlich intellektueller Kultur – ihre Wurzeln liegen im antiken Griechenland, bei Homer und Pythagoras, bei Heraklit und Platon.

Schönknechts erster Band setzt den historisch-geographischen Rahmen. Er beschreibt die Ethnogenese des Griechentums, vertieft die in den Epen Homers und Hesiods angelegten rationalen Impulse und präsentiert die ersten, noch sehr abstrakten Theoriekonzeptionen der milesischen Naturdenker. Exkurse, die innerhalb der drei Bände immer wieder auftauchen, widmen sich weiteren interessanten Einzelaspekten: Neben der Übernahme mathematischer Denkweisen bei der Konstruktion von Bauwerken, in die bildenden Künste oder bei der Stadtplanung wird auch die wichtigste kosmologische Erkenntnis der Antike behandelt: die Entdeckung der Kugelgestalt der Erde.

Schönknechts zweiter Band präsentiert die Entfaltung des theoretischen Bewusstseins in den großen Natur- und Seinsentwürfen von Xenophanes über Pythagoras und Heraklit bis hin zu Demokrit und untersucht deren einzelne Beiträge zu den neuen naturforscherischen Ideen und Begrifflichkeiten. Reflektiert wird die Entstehung epochaler und für die spätere Naturwissenschaft fundamentaler  Begriffe wie Raum, Materie, Prozess, Beharrliches (‚Sein‘), Element und Atom. Und auch die Zahl als noch unzulänglich gehand¬habtes Mittel zur Strukturgebung der Wirklichkeit wird hier aufgegriffen.

Schönknechts dritter Band demonstriert die Vollendung der antiken Wissenschaftsidee in den Konzeptionen Platons, vor allem aber Aristoteles’, sowie die im Hellenismus einsetzende Schwächung der Denkform Wissenschaft, einerseits durch das Aufkommen des Skeptizismus, andererseits durch das äußere Hemmnis einer neuen Religiosität. Der Band schließt mit Hinweisen auf das subkutane Überleben von Theorie in der virtuellen Form der christlichen Theologie und das durch Namen wie Kopernikus, Galilei, Kepler und Newton gekennzeichnete Wiederaufleben der Naturwissenschaften in der Neuzeit.

  • Hans-Joachim Schönknecht, geboren 1943 in Eberswalde, Berlin, studierte Philosophie, Germanistik und Romanistik. Im Anschluss Gymnasiallehrer in den Fächern Deutsch, Philosophie und Italienisch (1976–2001). Daneben erfolgten zahlreiche Publikationen von Schriften Pierre de Coubertins sowie regelmäßige Beiträge zur Philosophie in der Zeitschrift Genius – Gesellschaft für freiheitliches Denken. Schönknecht ist Autor des 2006 erschienenen Buches Die Verweigerung der Vernunft – Untersuchungen zum Denken von Friedrich Nietzsche, Giorgio Agamben, Benedetto Croce.