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Jörg Bernardy

Aufmerksamkeit als Kapital

Formen des mentalen Kapitalismus

ISBN 978-3-8288-3413-2
206 Seiten, Paperback
Tectum Verlag 2014
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Aufmerksamkeit als Kapital

Details

Aufmerksamkeit ist zu einer der wichtigsten Ressourcen in der informationsgetriebenen Gesellschaft geworden. Es geht nicht nur um die Aufmerksamkeit für sich selbst und in zwischenmenschlichen Beziehungen, sondern auch um Aufmerksamkeit als Rohstoff der individuellen ökonomischen Position. Durch zunehmende Kommunikation in der digitalen Ära wird Aufmerksamkeit zu einer Währung, die Zeit und Geld überstrahlen und neben sich erblassen lassen kann. Auf dieser medialisierten Stufe der Ökonomie der Aufmerksamkeit nimmt der Kampf um Aufmerksamkeit Formen eines mentalen Kapitalismus an.

Mithilfe von Rousseau, Mead, Sartre, Adorno, Horkheimer, Foucault, Honneth, Sloterdijk, Habermas und Nussbaum führt Jörg Bernardy in die einzelnen Ebenen und Dimensionen der zugespitzten Ökonomie der Aufmerksamkeit ein. Er liest den kultur- und medienwissenschaftlichen Entwurf von Georg Franck auf seine philosophischen Grundlagen hin und erweitert ihn. Damit macht er die Entwicklung der Aufmerksamkeit als Kapital aus zeitgenössischer Perspektive und mit Blick auf die nächsten Jahre greifbar.

»Der Autor erweist sich nicht nur als ein guter und multidisziplinärer Kenner der relevanten Ansätze, sondern auch als ein seinerseits geschickter medialer Vermittler, der seine Kenntnis in essayistischer, aber gut gegliederter und sprachlich ausgereifter Form zu präsentieren weiß.«
Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Birnbacher, Vizepräsident der Schopenhauer-Gesellschaft e.V., Frankfurt/M., Vorsitzender der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer

»Bernardy ist mit seinem Buch ein feines Stück Diskursgeschichte geglückt. Wer den unterschiedlichen Begriffen der Aufmerksamkeit mit ihren je eigenen ökonomischen Implikationen nachspüren möchte – oder wer sich gleichermaßen fasziniert wie verstört von den Wirkungsstrukturen des mentalen Kapitalismus zeigt –, dem sei das Buch mit höchster Dringlichkeit empfohlen. Bernardys herrlich unaufgeregte Diskursgeschichte verläuft quer zur modisch gewordenen Rede vom allseitigen Kampf um mediale Aufmerksamkeit – wodurch ihr ein umso größerer Gewinn zufällt.«
Daniel Hornuff, Pop-Zeitschrift