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Tanja Müller

Begleitetes Sterben als
gesellschaftliches Phänomen

Der Sterbeprozess und moderne Sterbebegleitung - Aspekte ambulanter Hospizarbeit

ISBN 978-3-8288-8950-7
132 Seiten, Paperback
Tectum Verlag 2005
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Begleitetes Sterben als gesellschaftliches Phänomen

Details

Im Zuge demographischer Veränderungen steigt in unserer modernen Gesellschaft das Interesse am Lebensende. Eine verstärkte Auseinandersetzung mit den Bedingungen des Sterbens und den Möglichkeiten der Sterbebegleitung wird dabei nicht nur auf individueller, sondern vor allem auf gesellschaftlicher Ebene unerlässlich. Dennoch sind thanatologische Untersuchungen im Spektrum soziologischer Forschung unterrepräsentiert. Die vorliegende Veröffentlichung leistet daher einen Beitrag zur soziologischen Annäherung an den Bereich des Sterbens und der Sterbebegleitung in der modernen Gesellschaft. Der Sterbeprozess, der soziale Vorgang der Sterbebegleitung sowie die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, in denen Sterben und dessen Begleitung stattfinden, werden ins Zentrum der Analyse gerückt. Im Verlauf der Betrachtung wird dieses breite Feld näher auf die Begleitungspraxis ambulanter Hospizdienste - am Beispiel der Stadt Bremen - fokussiert und reflektiert. Neben der differenzierten Darstellung der verschiedenen Sachverhalte verleiht die Vermittlung sowohl theoretischer als auch praxisbezogener Elemente einen Einblick in die Soziologie des Todes und Sterbens sowie in die Praxis ambulanter Hospizarbeit.
  • Selten begegnet einem eine so sorgfältige Abwägung von Überlegungen zum Umgang mit Tod und Sterben in unserer Gesellschaft, die gleichzeitig eine Forschungsarbeit von hoher gesellschaftlicher Relevanz darstellt. Wichtige Themen wie die Frage, wann Sterben beginnt oder an welchen Orten Sterben stattfindet und stattfinden soll, werden unter Heranziehung einer Fülle äußerst relevanter Literatur und übersichtlicher Tabellen und Graphiken dargestellt und reflektiert. (...) Ich wünschte, es gäbe mehr von solchen Texten. Der gesamten Text lässt auf sehr überzeugende Weise das Engagement der Autorin für Hospizbewegung und Hospizidee erkennen.
    (Dr. Katharina Heimerl, socialnet.de 9/2006 www.socialnet.de/rezensionen/3677.php)