Sibylle Rudolph
Zur Geschichte der Eurythmie
Rudolf Steiner und die Architektur der frühen Unterrichtsräume KONTEXT Kunst – Vermittlung – Kulturelle Bildung, Band 8
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Von der Reformbewegung des Philosophen und Esoterikers Rudolf Steiner (1861-1925) ist in der breiten Öffentlichkeit vor allem die Waldorfpädagogik bekannt. Die von Rudolf Steiner geschaffene spezifische Kunstform "Eurythmie" ist dagegen häufig nur Waldorfschülern und deren Familien geläufig.
Sibylle Rudolph erschließt nun erstmals, vor dem Hintergrund der Reformbewegungen zu Beginn des letzten Jahrhunderts, die Kunstmittel und die Geschichte der Eurythmie und stellt sie im Zusammenhang dar. Darüber hinaus illustrieren die verwendeten Berichte von Augenzeuginnen und Augenzeugen anschaulich, welches Verhältnis die Anhänger Rudolf Steiners zu ihm persönlich und zu der von ihm entwickelten Anthroposophie hatten und ermöglichen damit eine Rekonstruktion der Lebensumstände und des besonderen Sozialverhaltens am Ersten Goetheanum, dem ersten eigenen Theaterbau für den expressiven Eurythmie-Tanz.
Die spezifische Farb- und Formensprache Rudolf Steiners ist heute vor allem in den Eurythmiesälen der weltweit 1003 Waldorfschulen zu finden. Die Recherchen zur Gestaltung und Ausstattung lassen erkennen, dass in den historischen Unterrichtsräumen eine sakrale Stimmung erlebbar war. Durch Berichte von Künstlern und pädagogisch Aktiven der Gegenwart ergänzt Sibylle Rudolph ihre Erkenntnisse und eröffnet den Ausblick auf das Thema wie Architektur und Einrichtung das Unterrichten unterstützen können. Damit liefert das Buch wertvolle Anregungen auch für die aktuelle Bildungsdebatte. |
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| Sibylle Rudolph
Dr. phil. Sibylle Rudolph, geb. 1960 (Hofheim am Taunus). Besuch der Eurythmie-Akademie in Dornach, Schweiz und Nürnberg. Weiterbildung zur Heileurythmistin in East Grinsteadt, England. 2000-2006 Studium der Erziehungswissenschaften in Frankfurt am Main. 2011 Promotion im Fach Kunst der Fakultät Kulturwissenschaften in Paderborn. Sibylle Rudolph unterrichtet seit 1989 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Kunst-Eurythmie und arbeitet als Eurythmie-Therapeutin. |
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| „Es ist insgesamt ein sehr umfangreiches und interessantes buch und sowohl empfehlenswert für Interessierte der Eurythmie, wie auch aufschlussreich und anregend für FachkollegInnen und StudentInnen der Eurythmie. […] Ich danke Sibylle Rudolph für ihre außerordentliche Recherche und gründliche Erarbeitung dieser speziellen Fragestellung zur Eurythmie und dem Wirken Rudolph Steiners. Ich betrachte dieses Buch als Geschenk an die Bewegung der Eurythmie.“ |
| Crystal Drieschner - Rundbrief des Berufsverbands Heileurythmie e. V., 12/2011 |
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| „Die wissenschaftliche Untersuchung von Sybille Rudolph zur Entwicklung der Eurythmie von 1911 bis 1925 basiert auf reichhaltigen Recherchen in der Sekundärliteratur der ersten Eurythmistinnen, vielen eurythmisch-anthroposophischen Zeitschriften und Studien der Kritiker wie Helmut Zander und Heiner Ullrich und anderen. Es gelingt ihr außerordentlich, Zitate und Kommentare miteinander zu verbinden, um dadurch Situationen der Entwicklungsgeschichte der Eurythmie durch Zeitzeugen lebendig werden zu lassen. […] Der Zusammenhang der Räumlichkeiten, die Rudolph Steiner für die Eurythmie entwarf, und ihre Wirkung auf die Übenden werden ausführlich beschrieben.“ |
| Werner Barfod - Das Goetheanum, 2/2012 |
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| „In ihrer anschaulichen Rekonstruktion insbesondere der frühen Jahre der Eurythmie geht Sybille Rudolph unter anderem der Frage nach, welche Rolle die besondere, ‚sakrale’ Architektur der Unterrichtsräume und andere Ausstattungsmerkmale für die Entwicklung der Eurythmie hatten. Die Wissenschaftlerin hat zahlreiche Berichte von Zeitgenossen sowie Fotografien zusammengetragen, mit denen sie ein faszinierendes Bild der besonderen sozialen Bedingungen dieser Anfangszeit am ersten Goetheanum entwirft.“ |
| Laura Krautkrämer - info3 - Anthroposophie im Dialog, 2/2012 |
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| „Der besondere Wert des Buches liegt darin, dass hier erstmals eine wissenschaftliche Darstellung der ersten Eurythmieübräume vorliegt. [...] es wird sicher ein Ausgangspunkt für jeden sein, der sich der Eurythmie aus historischer oder kulturwissenschaftlicher Perspektive nähern möchte.“ |
| Andreas Butz - Auftakt, 1/2012 |
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| „Mittels zahlreicher und geschickt eingesetzter Zitate aus der Erinnerungsliteratur zeichnet sie [Sybille Rudolph] ein überaus lebendiges und facettenreiches Bild jener Jahre, in denen aus Anthroposophie der neue Kunstimpuls in die Welt kam. Man kommt als Leser so in die Lage, gleichsam durch die Augen und bewegten Erfahrungen von Pionierinnen wie Lory Maier-Smits, Tatiana Kisseleff, Marie Savitch, Annemarie Durbach-Donath, Erna von Deventer-Wolfram, Elisabeth Baumann-Dollfus u.a. das Werden der eurythmischen Kunst in ihrem einzigartigen Umfeld noch einmal mitzuerleben. Dies verleiht dem Buch seinen unbedingten Reiz.“ |
| Klaus J. Bracker - die Drei, 3/2012 |
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