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Steffen Kublik
Die Universität Jena und die Wissenschaftspolitik der ernestinischen Höfe um 1800
Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Geschichtswissenschaft, Band 6
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Wie gelang es der Alma Mater Jenensis um 1800 zum Bildungszentrum der Nation aufzusteigen? Warum nahm die Blüte der „Salana“ genannten Bildungseinrichtung nach wenigen Jahren aber ein so schnelles Ende? Steffen Kublik beleuchtet die Entwicklung der von vier thüringischen Höfen verwalteten und finanzierten Universität Jena von Mitte des 18. bis ins 19. Jahrhundert. Ferner zeigt er, welche Anstrengungen die für diese Universität verantwortlichen Politiker unternommen haben, um eine von ihr unabhängige Wissenschaftskultur ins Leben zu rufen. Im Focus steht dabei die Umwandlung der als Hochburg des Luthertums gegründeten Jenaer Hohen Schule zu einem Mittelpunkt des aufgeklärten Wissenschaftsverständnisses. Weitere Erörterungen gelten der Frage, wodurch sich die Jenaer Universität den Ruf erwerben konnte, ein „Freihafen“ des Geistes zu sein. Und schließlich wird plausibel zu machen versucht, dass ihr Niedergang in den Jahren nach 1800 Folge einer ihrem Gedeihen abträglichen, aber unvermeidlichen Wissenschaftspolitik war. Vergleichende Betrachtungen über den Versuch der sachsen-ernestinischen Staaten, eine außeruniversitäre Wissenschaftskultur in ihren Territorien zu etablieren, runden die Darstellung ab. |
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| „Bei der vom Autor vorgelegten Studie handelt es sich um eine Dissertation, die im Rahmen des Sonderforschungsbereichs „Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800“ angefertigt wurde. Sie erweist sich als anregend, da sie jenen gedanklichen Ansatz, den vor allem Gerhard Müller bei seinen Untersuchungen und Verortungen zum Weimar-Jena-Ereignis entwickelt hat, in diese Sphäre überträgt. Er läuft im Grunde genommen darauf hinaus, die alte Platosche Konstruktion vom Gegensatz von Macht und Geist auf die Betrachtung der Wissenschaftspolitik der ernestinischen Höfe – namentlich die von Weimar betriebene – zu übertragen und sie im Lichte neuer Paradigmen und Recherchen zu bewerten.“ |
| Alfred Erck in: Jahrbuch des Hennebergisch-Fränkischen Geschichtsverein 2010 |
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| „Obwohl die Universität Jena den zentralen Bezugs-punkt in der ernestinischen Wissenschaftspolitik ebenso wie in dieser vorliegenden Studie bildet, wird hier ein bisher vernachlässigter Forschungsgegenstand lobenswerter Weise erstmals berücksichtigt: die außeruniversitäre Wissenschaftspolitik, welche im zweiten Teil von Kubliks Arbeit eingehend untersucht wird. […] Die vorliegende Untersuchung erfüllt das von Kublik in seiner Einleitung formulierte Ziel, die „größten Lücken“ in der „Erforschung der von den ernestinischen Höfen während der sogenannten „Klassischen Zeit“ betriebenen Universitäts- und Wissenschaftspolitik“ zu schließen. Mehr noch liefert Kublik hier neben seiner weitest-gehend wissenschafts- und im Besonderen auch gelehrtengeschichtlich ausgerichteten Studie auch einen Beitrag zur thüringischen Landesgeschichte.“ |
| Christin Veltjens-Rösch, Zeitschrift für Thüringische Geschichte, Band 65/2011 |
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