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Joachim Stempfle
Die Psychologie des Problemlösens
Was Kommunikation in Entscheidungsgruppen erfolgreich macht Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Psychologie, Band 18
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Komplexe Entscheidungen in Wirtschaft, Politik oder Verwaltung werden in der Regel im Diskurs getroffen. Was macht Gruppen erfolgreich, die in komplexen Situationen kritische Entscheidungen treffen?
Der Psychologe Joachim Stempfle zeigt: Die Erfolgsaussichten einer Entscheidungsgruppe lassen sich aus deren Kommunikationsverhalten heraus erklären und mit bestimmten Voraussetzungen und Handlungsmustern aktiv fördern. Werden bei der Aufgabenorientierung, Gruppenorganisation und der sozio-emotionalen Regulation die Weichen richtig gestellt, kommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer adäquaten Problemlösung.
Der Autor liefert eine umfassende Theorie zum Problemlösen in Gruppen. Unter Berücksichtigung von Theorien und Befunden aus unterschiedlichen Teilbereichen der Psychologie arbeitet er zentrale Erfolgsfaktoren und Fallstricke in Problemlösegruppen heraus. Die empirische Prüfung zeigt: Erfolgreiche Gruppen verwenden mehr Zeit auf die Zielklärung, Lösungssuche und Analyse und äußern mehr Kritik als erfolglose Gruppen. Diese zeigen demgegenüber ein beschreibend-wertendes Interaktionsverhalten. Der Austausch von Informationen und ein hoher Anteil zustimmender Wertungen herrschen hier vor. Darüber hinaus betreiben erfolgreiche Gruppen mehr Planung, insbesondere in frühen Phasen der Gruppenarbeit. Dagegen halten sie sich mit Handlungen anfangs zunächst erkennbar zurück. Erfolglosen Gruppen fällt es hingegen oftmals schwer, Stress zu bewältigen – in der Folge verwenden sie einen erheblichen Anteil ihrer Zeit darauf, Stress und die daraus entstehenden negativen Emotionen zu bewältigen. Aus den empirischen Befunden zum Erfolg von Problemlösegruppen leitet Joachim Stempfle konkrete, praxistaugliche Empfehlungen für Entscheider, Moderatoren und Prozessbegleiter ab. |
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| „Sehr anschaulich wird die riesige Kluft zwischen Wissenschaft und Praxis. Die Psychologie hat eine Vielzahl Einzelbefunden hervorgebracht, die unverbunden nebeneinander stehen und häufig nur einen begrenzten Gültigkeitsbereich haben. Die Praxis zeigt, wie gering reflektiertes Handeln zur Anwendung kommt. Diese speziellen Handbücher und Leitfäden basieren zwar auf praktische Erfahrung, doch nur in ganz seltenen Fällen, bestimmen neue wissenschaftliche Erkenntnisse grundlegenden Einfluss. Der Autor Joachim Stempfle ist wegweisend in Richtung eines übergreifenden Verständnisses. Dahinter steht der Anspruch, die fehlende Harmonie zwischen Theorie und Praxis aufzulösen. Für Entscheidungsträger: sehr empfehlenswert.“ |
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Prof. Dr. div. hc. Wolfgang G. Walkhoefer, 5/2010 |
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