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Dieter Prokop
Ästhetik der Kulturindustrie
Kulturanalysen, Band 11
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| Der Soziologe Dieter Prokop versteht Ästhetik der Kulturindustrie als Theorie der gelungenen oder misslungenen Qualität der Gestaltung von kulturellen Produkten. Er möchte begründete Urteile über das gut Gemachte und das schlecht Gemachte ermöglichen. Bei den kulturindustriellen Produkten, vor allem den Medienprodukten, geht es ihm um die Kunst der Zuspitzung, der Verdichtung, der Inszenierung; um die Struktur des gut Unterhaltenden, gut Informierenden, Witzigen, Intelligenten und des schlecht Gemachten, Langweiligen, Anödenden, Dummen. Prokops Anliegen ist es, die kritische Theorie der Kulturindustrie Horkheimers und Adornos weiter zu entwickeln. Der Autor möchte diese klassische Kritik von ihrer Tendenz befreien, alles Kulturindustrielle pauschal zu verachten und zu verdammen. Ihm reicht es nicht, einer bösen Kulturindustrie eine idealisierte Kunst oder einen idealisierten rationalen Diskurs entgegen zu setzen. Prokop behauptet, dass die Ästhetik der Kulturindustrie mitten in der Kulturindustrie nach dem Besseren suchen muss. |
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| Dieter Prokop
Dieter Prokop ist Professor em. für Soziologie mit dem Schwerpunkt Medien an der Goethe-Universität Frankfurt. 1973-1980 Dozent am Fachbereich Gesellschaftwissenschaften der Universität Frankfurt. 1978 Habilitation. 1979-1980 Gründungsvorsitzender der Gemeinsamen Kommission für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft der drei Fachbereiche Neuere Philologien, Klassische Philologien und Gesellschaftswissenschaften. 1980-1988 selbständiger Fernsehjournalist. Arbeiten als Autor und Regisseur für ZDF, HR, WDR in den Redaktionen Innenpolitik und Gesellschaftspolitik. Fernsehsendungen u.a. die Reihen: Neue Medien, neue Märkte, neue Macht (ARD Bildung und Gesellschaft); Kopfduell (Serie mit Politikern zu Themen wie Modernisierung der Wirtschaft, Arbeitslosigkeit, Technologiepolitik; ZDF Innenpolitik); Hollywood, Hollywood (Geschichte Hollywoods, gedreht in Hollywood; ZDF Bildung und Gesellschaft). 1988-2005 Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt Medien am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Frankfurt. Seit 2005 emeritiert. In seinen seit 2000 erschienenen Büchern vertritt Prokop eine "Neue kritische Medienforschung" bzw. "Neue kritische Kommunikationsforschung". In den folgenden Jahren hat Prokop die Theorie der Kulturindustrie der 'Frankfurter Schule' weiterentwickelt, in kritischer Auseinandersetzung mit Theodor W. Adorno und Max Horkheimer. Diese Arbeit mündete 2003 in einer "Negativen Dialektik der Kulturindustrie", 2004 in einem "Lexikon der Kulturindustrie" und 2009 in einer "Ästhetik der Kulturindustrie". |
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| Homepage des Autors: http://dieter-prokop.de |
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