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Karin Kukkonen
Neue Perspektiven auf die Superhelden
Polyphonie in Alan Moore's "Watchmen" |
| Nach dem Golden Age der Superheldencomics kam das Silver Age, so die Comic-Geschichtsschreibung – und danach revolutionierte der britische Autor Alan Moore das Genre mit Watchmen (1986). Elegante Erzählstrukturen, feinsinnige Charakterskizzen und differenzierte Ideologiekritik waren vor Watchmen kaum ein Merkmal der Superhelden, doch Moore schuf aus der populären Tradition eines halben Jahrhunderts eine vielschichtige graphic novel und ein präzises Porträt des Kalten Krieges.
Karin Kukkonen zeichnet die unterschiedlichen Perspektiven, die Watchmen auf die Superhelden wirft, auf der Grundlage von M.M. Bachtins Konzept der Polyphonie, des Dialogs menschlicher Blickwinkel, nach. Eine ausführliche Analyse des Leseprozesses im Comic beleuchtet Erzähltechnik und Charakterisierungsstrategien und verortet Watchmen in seinen kultur- und zeitgeschichtlichen Kontexten. „Who watches the Watchmen?“ – Jeder, der Literatur auf höchstem Niveau schätzt. Dieser Band weist Wege zu einer informierten Lektüre von Moores Meilenstein der Comicgeschichte. |
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| „Ein spannendes Projekt, sich mit einem zu unrecht stiefmütterlich behandelten Genre der modernen Literatur, wissenschaftlich zu beschäftigen. Das Buch eröffnet tatsächlich neue Sichtweisen auf die Komposition einer Geschichte wie der der Watchmen. Als Ergänzung zum Comic ist es auch reizvoll zu lesen.“ |
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Jan Neidhardt, www.kultur-ostbayern.de 2/2010 |
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| „Die Comicforscherin beweist einmal mehr, dass Comics sich als vielschichtige Kunstwerke längst neben ihre[n] älteren Geschwistern aus Literatur- und Kunstgeschichte behaupten können – und ihnen, was erzählerischen Variantenreichtum angeht, oft sogar überlegen sind.“ |
| Lino Wirag in: www.globe-m.de |
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