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Cigdem Dumanli
Das Verständnis von Volk, Staat und Religion der Türken
Laizismus versus Islamismus 1839 – 2006 Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Politikwissenschaften, Band 12
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| Der Widerstreit von Laizismus und Islamismus innerhalb der türkischen Politik wurzelt in einem 200 Jahre andauernden Prozess. Durch den aufkeimenden Nationalismus zusehends geschwächt, war das Osmanische Reich im 19. Jahrhundert zum Spielball europäischer Mächte geworden. Intensive Reformen sollten dem „Kranken Mann am Bosporus“ eine neue „heilsame Ordnung“ geben. Darunter fiel auch die schrittweise Einführung der Religionsfreiheit in der Verfassung. Der Einfluss der Neuen Osmanen und später der Jungtürken hatten die Gründung der neuen Türkischen Republik zur Folge. Die Türkische Republik unter Kemal Atatürk trennte Staat und Religion konsequent. Trotzdem führen türkische Politiker auch heute noch Diskussionen, die älter sind als die Türkische Republik. Cigdem Dumanli liefert in ihrer Analyse den gesamten historischen Kontext der Trennungs- und Definitions-Prozesse von Volk, Staat und Religion. |
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| „Dumanli zeigt, dass trotz des häufig gebrauchten Attributs ‚neu’ sich die heutige Debatte noch immer um dasselbe dreht, was ‚eigentlich dem alten Reich eigentümlich’ war. Die behandelte Thematik ist sicherlich nicht neu, der Blickwinkel aber schon. [...] Einen Ausgangspunkt und Anreiz, sich mit der türkischen Sicht auf die Thematik zu beschäftigen, liefert Dumanli allemal ab.“ |
| Marius Sauter, Zeitschrift für Politikwissenschaft |
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