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Angela Schmidt-Bernhardt
Jugendliche Spätaussiedlerinnen
Bildungserfolg im Verborgenen |
| Sie sprechen fließend und akzentfrei Deutsch; sie gehen aufs Gymnasium und planen Abitur und Studium. Was Olga, Tanja und Lydia von ihren Mitschülerinnen in der gymnasialen Oberstufe unterscheidet, erschließt sich erst beim zweiten Hinschauen. Sie sind in Russland oder Kasachstan geboren. Als Kinder kamen sie zu Beginn der 90er-Jahre mit ihren Familien nach Deutschland. Sie gehören zu den Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern, deren Schicksale meist verborgen bleiben. Angela Schmidt-Bernhardt zeichnet anhand von sechs Porträts jugendlicher Spätaussiedlerinnen ein differenziertes Bild einer Gruppe, die vieles gemeinsam hat: Hohe Bildungsaspirationen, eine komplexe Migrationsgeschichte, enge familiäre Bindungen und große Anpassungsbereitschaft. Im Spannungsfeld zwischen jeweils individueller Entwicklung und gemeinsamen Verarbeitungsstrategien werden Identitätsbildungsprozesse einer weitgehend unbeachteten Gruppe deutlich. Für alle in Bildungsarbeit und Schule Tätigen bieten sich neue, wertvolle Einblicke und Erkenntnisse. |
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| „Die Autorin liefert einen Einblick in die Geschichte der Russlanddeutschen in den vergangenen 250 Jahren - von der Ansiedlung der Deutschen im Russischen Zarenreich bis zur Einreise in die Bundesrepublik. [...]Dieses Buch richtet sich an alle in Bildungsarbeit und Schule Tätigen, für die sich neue, wertvolle Einblicke und Erkenntnisse bieten. Es kann sich aber auch an diejenigen Leser richten, die sich für die Spätaussiedlerthematik interessieren, und könnte deshalb für einen breiten Leserkreis empfohlen werden. Das vorliegende Werk ist sehr gut strukturiert, lässt sich leicht lesen und überzeugt durch seinen thematischen Facettenreichtum. Es ist sehr lesenswert, weil die wohl durchdachte empirische Analyse hohen Erkenntnisgewinn verspricht und man zahlreiche Anregungen aus der Lektüre ziehen kann.“ |
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Dr. Olga Frik, socialnet.de |
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| „Die in einem ersten Schritt präsentierten sechs Einzelfallstudien zeigen auf beeindruckende und oft anrührende Weise die besonderen Leistungen und kreativen Strategien, mit denen die jungen Frauen ihre Situation in Deutschland und insbesondere im Bereich Schule zu bewältigen versuchen und dabei bezogen auf ihren Bildungsabschluss erfolgreich sind. [...] Die Studie von Angela Schmidt-Bernhardt kann wichtige sensibilisierende Wirkungen für im pädagogischen Bereich Tätige haben – eröffnet sie doch die Einfühlung in Schülerinnen und Schüler, die fremd im deutschen Bildungssystem sind.“ |
| Karin Flaake, Sozial Extra, 3-4/2009 |
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