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Eva Holling
Ist alles gespielt?
Blicke auf den Stadtraum im neuen Theater Kleine Mainzer Schriften zur Theaterwissenschaft, Band 11
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| Den Stadtraum bespielende Theaterprojekte verlassen funktionale und institutionalisierte Architekturen. Sie zeigen Formen einer künstlerischen Praxis auf, die sich mit Raum auseinandersetzen, ihn sich zunutze oder zu eigen, einen anderen aus ihm machen. Produktionen, die die Stadt und ihre Besonderheiten herausarbeiten und sie bisweilen zur Protagonistin werden lassen, vermitteln: Die Stadt als Ort des Theaters ist mehr als nur ein Rahmen. Solche Theaterprojekte funktionieren, indem sie den Stadtraum als Möglichkeitsraum erkennen und diesen gezielt ausschöpfen. Projekte aus der jungen deutschen Theaterpraxis fokussieren den Blick auf Stadt- und öffentlichen Raum. Sie eröffnen Perspektiven, machen Wahrnehmungsmechanismen bewusst, praktizieren einen unvorhergesehenen Umgang mit den Orten. Die Heterogenität der Großstadt und der künstlerische Umgang mit ihr evozieren ein Verständnis des Raums als aktives Gegenüber, als Mitspieler. Eingebettet in Reflexionen über den Wandel der Theaterformen und versehen mit Gedanken zur Entwicklung der Großstädte werden Mittel und Wirkungsweisen der „Blicke auf den Stadtraum im neuen Theater“ aufgezeigt und analysiert. |
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| Eva Holling
Promotionsstudentin mit dem Dissertationsprojekt „Studien zu Vorgängen der Übertragung im Gegenwartstheater“. 1996-2004 Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Kunstgeschichte und Französisch in Frankfurt am Main und Paris. Bis Oktober 2005 Teilzeitstelle als Angestellte im Fremdsprachendienst, Sekretariat der Theaterwissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt. Seit Oktober 2005 Stipendiatin des DFG-Graduiertenkollegs ‚Zeiterfahrung und Ästhetische Wahrnehmung’. Gründungsmitglied der Kulturinitiative manche(r)art, Tätigkeiten als freie Autorin. |
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„Trotz der nicht vermeidbaren Unvollständigkeit und dem Rückgriff auf Altvertrautes, ist Eva Holling mit »Ist alles gespielt?« eine sehr gut lesbare Arbeit gelungen, die an einigen Stellen mit überraschenden etymologischen Einsichten aufwartet [...] und ihre Leser unterhält, sich also nicht nur an Theaterwissenschaftler sondern durchaus auch an fachfremdes Publikum wendet. [...]
Sie gibt in ihren ‚offenen Fragen’ Impulse an andere Wissenschaftler, aber auch Anregungen für Künstler und Künstlerinnen und schließt damit als Rezipientin den Kreis wieder zu den ursprünglichen Produzenten zurück.“ |
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Julia Siebert, www.theaterforschung.de |
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