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Julia Pfahl
Québec inszenieren
Identität, Alterität und Multikulturalität als Paradigmen im Theater von Robert Lepage Kleine Mainzer Schriften zur Theaterwissenschaft, Band 3
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| Die frankophone kanadische Provinz Québec ist seit jeher von Phänomenen kultureller Vermischung geprägt. Nicht nur das Nebeneinander der frankophonen und anglophonen Bevölkerung, sondern gerade die seit den 1970er Jahren dazu gekommene große Zahl von Immigranten aus allen Teilen der Welt macht die Besonderheit des Kulturraums Québec aus. Diese kulturell hybride Situation ist immer wieder Anlass für Reflexionen über die Frage nach einer spezifischen québecer Identität und für die Verhandlung von Begriffen wie dem „Eigenen“ und dem „Fremden“.
Robert Lepage zählt zu den international renommiertesten Theaterregisseuren und begeistert mit Inszenierungen, die die lokale Spezifität seiner Heimat thematisieren, sein Publikum weltweit. Die vorliegende Studie untersucht mit La Trilogie des Dragons eine exemplarische Produktion seiner Kompanie ExMachina, und zeigt, inwieweit gerade dem Theater innerhalb der Interkulturalitätsdebatte eine besondere Rolle zukommt. |
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| Julia Pfahl
Dr. phil Julia Pfahl, Studium der Theaterwissenschaft und Romanistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Université Lumière in Lyon/Frankreich. Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, anschließend Schauspieldramaturgin am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, seit 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Mainz. Arbeitsgebiete: Theater- und Mediengeschichte, Interkulturalität sowie Theorie und Ästhetik des Gegenwartstheaters. |
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| "Julia Pfahl (gelingt) mit ihrer Studie das Theater von Robert Lepage als Ort der produktiven Auseinandersetzung mit dem Thema der kulturellen Differenz auszuweisen. Pointiert stellt ihre Arbeit heraus, was Interkulturalität meint, nämlich einen Modus des produktiven Umgangs mit verschiedenen Kulturen. Genau hier liegt der gewinnbringende Zug der Untersuchung. Denn über die Analyse der inhaltlichen Struktur der Inszenierung La Trilogie des Dragons unter Perspektive der Aspekte Identität, Alterität und Multikulturalität macht Pfahl die Verbindung von kulturellen Bedingungen, ästhetischen und formalen Prinzipien deutlich, welche die Theaterarbeit von Robert Lepage auszeichnen. Die vorliegende Untersuchung stellt einen Theaterkünstler in den Mittelpunkt ihres Forschungsinteresses, der in seiner Beschäftigung mit kultureller Identität und Differenz über die Hinwendung zu Visualität und Körperlichkeit des Theaters einen adäquaten und bedeutenden Akzent setzt. Die von der Verfasserin am Schluss zurecht aufgeworfenen multimedialen Aspekte der Arbeiten von Robert Lepage geben Anlass für weitere Forschungen." |
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Pascal Pilgram, www.theaterforschung.de |
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