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Heidi Kondzialka
Emanzipation ist Ehrensache
Netzwerkbeziehungen, Sexualität und Partnerwahl junger Frauen türkischer Herkunft |
| Töchter türkischer Zuwanderer – ihre Lebensverläufe bewegen sich in einem Spannungsfeld zwischen „Integration“ und „neuer Tradition“. Noch im Erwachsenenalter spielt die Norm der Jungfräulichkeit bis zur Ehe eine zentrale Rolle, denn vieles hängt davon ab: der Status der jungen Frauen im türkischen Netzwerk, die Qualität der Familienbeziehungen und die Möglichkeiten der Partnerwahl. Die vorliegende Studie bietet einen vielschichtigen Einblick in aktuelle Lebenssituationen junger Frauen türkischer Herkunft in Deutschland. Anhand einer hermeneutischen Analyse qualitativer Interviews rekonstruiert die Autorin aus soziologischer Perspektive sowohl die Sichtweisen der Frauen als auch übergreifende Handlungsmuster. Wie gestalten die Frauen ihre Sexualität und Partnerwahl vor dem Hintergrund der Erwartungshaltungen ihrer Familien und den Optionen der Aufnahmegesellschaft? Welchen Einfluss haben die Freundschafts- und Familienbeziehungen auf die Lebensverläufe der Frauen? Aus den Interviews wird sichtbar, wie die jungen Frauen in „Interkulturellen Zwischenwelten“ neue Handlungsorientierungen entwickeln – jenseits etablierter Handlungsmuster des ethnischen Netzwerks und der Aufnahmegesellschaft. Die Studie wurde mit dem „Marianne-Menzzer-Förderpreis zur Geschlechterforschung 2004“ ausgezeichnet. |
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| "Vor allem StudentInnen der Soziologie und Pädagogik erwartet hier eine detaillierte und leichtlesbare Einführung in das Metier, die trotz Transparenz und Bündigkeit nicht oberflächlich bleibt und somit einen fundierten sowie tiefgründigen Einstieg für die weitere wissenschaftliche Betätigung vorstellt. (...) Es ist schon erstaunlich, dass Kondzialka auf 157 Seiten (!) eine kompakte wissenschaftliche Arbeit aufstellt und den Forschungsgegenstand sowohl in theoretischer als auch empirischer Hinsicht durchgehend eruiert. Besonders wertvoll sind die kritischen Ausführungen bezüglich der Forschungsgenese und des eigenen Forschungsstandpunkts, die in den meisten Arbeiten leider meist zu kurz kommen oder erst gar nicht angesprochen werden." |
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Dr. phil. Dipl.-Päd. Yalcin Yildiz, socialnet.de 9/2006 |
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| „Der Erkenntnisgewinn dieser Studie erschließt sich [...] mit Blick auf die bereits abgeschlossenen Untersuchungen zur Migrationforschung, in deren Theoriekontexte die Verfasserin ihre Forschungsergebnisse – auch für fachfremde Leserinnen und Leser nachvollziehbar – vergleichend bzw. ergänzend einordnet.“ |
| Rosel Oehmen-Vieregge in De Processibus Matrimonialibus, 13/2006 |
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