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Assia Maria Harwazinski
Islam als Migrationsreligion
Vom Umgang der Deutschen mit ihrer muslimischen Minderheit am Beispiel der Region Stuttgart |
| Die vorliegende Studie behandelt die Auseinandersetzung mit Fragen der Integration von Muslimen in der BRD am Beispiel von islamischen Organisationen im Großraum Stuttgart aus der Sicht und Situation des Ausländerbeauftragten. Sie umfasst im wesentlichen den Zeitraum von 1993-2000, berücksichtigt jedoch auch den aktuell unter großem öffentlichen Interesse geführten „Kopftuch-Streit“. In bewusst feuilletonistischem Stil geschrieben wendet sie sich in allgemein verständlicher Form und äußerst praxisbezogen an ein breites Publikum und insbesondere an Menschen, die von Berufs wegen mit dem gesamten Komplex von Integrationsfragen konfrontiert werden. Die Autorin hat als Islam- und Religionswissenschaftlerin insofern einen innovativen Ansatz, als sie interdisziplinär und kulturwissenschaftlich arbeitet und die Fragen der Ideologiekritik von der Alltagspraxis her thematisiert, nicht aus der Sicht des Elfenbeinturms politischer Analysen oder der internationalen Diplomatie. So geht es beispielsweise um Auswirkungen problematischer religiöser Lebensorientierung von Muslimen im deutschen Arbeits- und Schulalltag, wo staatliche Neutralitätsansprüche und Vorschriften einer säkularen zivilen Rechtsordnung in Konflikt mit der gelebten Religionsfreiheit von religiösen und traditionalistischen Muslimen gerät. Zugleich geht es aber auch um die äußerst materialistische Aneignung von Kulturtechniken wie Fernsehen und die Übernahme von „westlichen“ Produkten wie McDonalds und Coca-Cola, die, in islamisierter Form, ein Beispiel für kulturelle Abgrenzung und Aneignung in der islamischen Welt darstellen, die nicht nur ihre kulturellen Minderwertigkeitsgefühle kompensieren muss, sondern auch ihre wirtschaftliche Unterlegenheit. Dass dies letztendlich nur in der Übernahme westlicher Techniken und der Angleichung an ein westlich definiertes Wertesystem möglich ist und – wenn auch nicht immer bewusst und konsequent – auf diese Weise vermutlich unausweichlich geschieht, ist das provozierende Fazit dieser Untersuchung. |
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| Assia Maria Harwazinski
Geboren 1959 in der Bundesrepublik Deutschland, Mittlere Reife, Ausbildung zur Arztsekretärin, Voll-Abitur auf dem zweiten Bildungsweg (Abendgymnasium), Studium der Islam- und Religionswissenschaft in Tübingen (Schwerpunkt Religionsgeschichte/-soziologie/-ethnologie).
Langjährige Verwaltungstätigkeit, Mitarbeit an diversen wissenschaftlichen interdisziplinären Projekten, Projektmanagement, Aufsätze über Film/Kino/visuelle Anthropologie, medizinische Themen unter kultur- und religionswissenschaftlichen Aspekten. |
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| „Insbesondere der empirische Teil des Buches liefert auf der Grundlage zahlreicher Studien, Zeitungsartikel und Verwaltungsdokumente detaillierte Informationen zu islamischen Vereinen und Gruppierungen in Stuttgart.“ |
| Dirk Burmester in Zeitschrift für Politikwissenschaft; ZPol-Bibliografie 3/05 |
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