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Miriam Gripp
Rechtsextremismus und politische Bildung in BRD und DDR
Ein Vergleich des Zeitraums von 1958 bis 1965 diplomica, Band 2
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| Beide deutsche Nachkriegsstaaten legitimierten ihre gesellschaftliche Ordnung über den Bruch mit der nationalsozialistischen Vergangenheit – daher stellte die demonstrative öffentliche Verwendung von NS-Symbolen und -Parolen sowohl für die BRD als auch für die DDR eine staatsfeindliche Provokation dar. Wie gingen Öffentlichkeit und politische Instanzen in der Bundesrepublik Deutschland und in der DDR von den ausgehenden 50er Jahren bis Mitte der 60er Jahre mit diesen „Vorfällen“ um? Inwieweit wurden diese Ereignisse interpretiert als Wissens- oder Erziehungsdefizit, inwiefern wurden Forderungen an Elternhäuser, schulische und außerschulische Bildungsträger formuliert? Gegenstand der vorliegenden Untersuchung ist der öffentliche (bzw. in der DDR der nicht-öffentliche) Umgang mit rechtsextremistischen Ereignissen, wodurch sich Aufschlüsse über die unterschiedliche politische Kultur der beiden deutschen Staaten ergeben. Hierzu wurden für die Bundesrepublik gedruckte Quellen, für die DDR ungedruckte, also nicht-öffentliche, Quellen aus den Beständen des Bundesarchivs herangezogen. Ausgangspunkt bildet dabei jeweils eine Darstellung der bildungspolitischen Entwicklungen seit Kriegsende, insbesondere der westlichen „Re-education“-Politik und der „antifaschistischen“ Erziehungspolitik in der SBZ/ DDR. |
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| "Anhand der Reaktionen auf die Häufung antisemitischer und rechtsextremer Vorfälle Ende der 50er Jahre erläutert die Autorin anschaulich die einerseits liberal, andererseits marxistisch-sozialistisch geprägten Bildungs- und Erziehungsbegriffe und stellt die zentrale Bedeutung der historisch-politischen Bildung in beiden Regierungssystemen zur Stabilisierung der jeweiligen politischen Ordnung und Kultur heraus." |
| Andreas Eis in Zeitschrift für Politikwissenschaft, ZPol-Bibliografie 2/05 |
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