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Samuel Sieber
Marginalien einer ernüchternden Genealogie des Monströsen
Kulturtheoretische Reflexion über das Phänomen des Ungeheuerlichen |
| Vom Monströsen kann niemals behauptet werden, dass es transparent ist, dass es öffentlich und regelmäßig ist. Vielmehr ist es verborgen, versteckt in den Höhlen und Abgründen des Mythos, des erzählten Epos, der Imagination und später auch in den Sedimenten des Unbewussten: Das Monströse ist das Inkommensurable, das A-Signifikante und Amorphe. Insofern können die Hypothesen und Theoreme über das Bedrohliche und Ungeheuerliche nur fragmentarisch, fraktal und unbegreifbar bleiben. Wenn sich aber die Dinge dem epistemologischen Zugriff verweigern, wenn sie im Unscharfen weilen, kann man dann annehmen, dass die Wissenssegmente, die man von den Monstren und über deren Existenz gesammelt hat, aus der Erkenntnis der autonomen und eigenständigen Ontologie des Monströsen resultieren? |
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