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Amira Müller
Entgrenzte Finanzwelt – eine Herausforderung für Global Financial Governance
Bonner Studien zum globalen Wandel, Band 10
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Im Zeitalter der Globalisierung handeln höchst unterschiedliche Finanzmarktakteure in New York, Tokio, London, Shanghai oder Frankfurt Tag für Tag mit Milliardenbeträgen in hochkomplexen Finanzinstrumenten. Ihre Aktivitäten bergen zugleich Risiken für die Stabilität des Weltfinanzsystems. Während Landesgrenzen für sie längst ohne Bedeutung sind, existiert kein international verbindlicher Rechtsrahmen. Investoren, Händler und Unternehmen unterliegen weitgehend der nationalstaatlichen Finanzmarktregulierung und -aufsicht und deren Gesetzgebung. Es entsteht der Eindruck, nationalstaatliche Politik würde vor den Zwängen der Märkte zurückweichen.
Um der Gefahr neuerlicher Finanzmarktkrisen und ihrer Belastungen für nationale Volkswirtschaften entgegenzuwirken, haben Nationalstaaten einen Teil ihrer Souveränität an internationale Ebenen abgegeben. Damit soll gezielt die nationalstaatliche Handlungsfähigkeit in der entgrenzten Finanzwelt erhalten werden. Amira Müller befasst sich in der Tradition der Politischen Ökonomie mit dem Spannungsverhältnis von Politik und Finanzwirtschaft, indem sie Theorien zur politischen Steuerung und zu Global Governance auf das Politikfeld der Finanzmarktregulierung und -aufsicht anwendet. Sie analysiert beispielhaft an der Hedgefonds-Branche und der Finanzmarktkrise 2007/2008 Probleme bei der Handlungsfähigkeit des Nationalstaates und sucht nach Lösungen durch Global Financial Governance im politischen Mehrebenensystem. |
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