 |
| |
Eva-Maria Beitzel
Das Hilfeparadoxon
Familien in Multiproblemlagen niedrigschwellig helfen Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Psychologie, Band 20
|
Nachrichten über stark vernachlässigte Kinder schockieren Deutschland immer wieder: Säuglinge verhungern, werden ermordet und in der Tiefkühltruhe gelagert, weil sie schrien. Väter töten ihre ganze Familie und sich selbst, weil sie keinen anderen Ausweg sehen – und das in einem Sozialstaat voller differenzierter Hilfsangebote für jede Zielgruppe! Schuld ist das Präventionsdilemma, ist das Hilfeparadoxon: Gerade Menschen, die dringend Unterstützung brauchen, nehmen nur unzureichende oder keine Hilfe an. Es hilft wenig, das Versagen der Helfer zu beklagen. Auch ein Hang zum Fatalismus – manche Menschen seien einfach „böse“, „gestört“ oder „der Staat“ unfähig – hilft nicht weiter.
Anhand verschiedener Ansätze, insbesondere Klaus Grawes Neuropsychotherapie und Konsistenztheorie, entwickelte Eva-Maria Beitzel eine Interviewstudie für Eltern von Familien in Multiproblemlagen sowie HelferINNEN der Kinder- , Jugend- und Familienhilfe. Damit konnte sie die Alltagsrealität, die Einstellungen der Befragten zu Familienleben, Lebensbewältigung und Beratungs- und Hilfsangeboten sowie gegenüber Politik und Gesellschaft abbilden. Für niedrigschwellige Hilfsangebote bieten diese Daten eine unverzichtbare Wissensbasis. |
zurück zur Übersicht
|
|
|
|
*Wir liefern portofrei in 1-3 Werktagen aus. Alle Preise enthalten die gesetzliche MwSt.