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Stefanie Fuchs
"Alles begann mit Bildern und Rhythmen…"
Visualität und Theaterraum in Robert Wilsons Theaterästhetik |
Robert Wilson ist eine der schillerndsten Figuren der modernen Theaterwelt und ein Regisseur der Widersprüche, des Sinnlichen und der Präzision. Er eröffnet dem Zuschauer durch rätselhafte Bilderfluten, tableauartige Figurenführung und einen zeitlich bis ins kleinste Detail geplanten Ablauf eine völlig neue Sichtweise. Seine Innovationsleistung: Er legt den Fokus auf die innere Bedeutung der Stücke und nicht auf die Abbildung von Realität. Dem Publikum offenbart sich so eine sublimierte Wirklichkeitsebene. Auf ihr wird Denken zur körperlichen Erfahrung, das Bild allein zur Botschaft.
In einem theoretischen Teil und durch Inszenierungsanalysen von "Hamletmaschine" und "The Black Rider" nähert sich die Theaterwissenschaftlerin Stefanie Fuchs einem Verständnis von Wilsons `Bildertheater` aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Sie beginnt mit der Untersuchung der Einflüsse von Bildender Kunst auf Wilsons Stücke – ein naheliegendes Unterfangen, da der Regisseur selbst Malerei und Architektur studierte. Darüber hinaus geht sie der Entstehung, der Umsetzung und der Wirkung der rhythmischen Strukturen seiner Arbeiten auf den Grund. |
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| Stefanie Fuchs
Stefanie Fuchs, geboren 1977 in Rüsselsheim a.M., ist ausgebildete Schauspielerin (Theakademie Berlin) und Theaterwissenschaftlerin M.A. (Johannes-Gutenberg-Universität Mainz; FU Berlin). In den Nebenfächern studierte sie Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Neuere Geschichte. Während ihres Studiums arbeitet sie als freie Redakteurin in der ZDF-Redaktion „Reihen und Serien“ in Mainz. Ab 2001 absolviert sie ihre Schauspielausbildung in Berlin. Als Schauspielerin hat sie Engagements an zahlreichen Theatern (u.a. Landesbühne Hannover; Neue Bühne Darmstadt) und in Film- und TV-Produktionen. Außerdem arbeitet sie als Sprecherin für Werbung und Hörfunk. 2007 gründet sie den theaterpädagogischen Verein Mitspielgelegenheit e.V., mit dem sie Theaterprojekte mit Kindern, Jugendlichen und Senioren in ganz Berlin organisiert und durchführt. |
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| „Eine genaue theaterwissenschaftliche Analyse der Arbeit Robert Wilsons.“ |
| Detlev Baur, Die Deutsche Bühne 11/2011 |
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„Diese Studie ist durch unterschiedliche themenbezogene Verdichtungen aufgebaut, die je unterschiedliche Perspektiven und Ansatzpunkte greifbar machen sollen. Alle Kapitel basieren auf exzellenter Literaturrecherche und –auswertung. Lesefluss und –vergnügen werden nicht gestört, wenn der Leseblick vom Text weg auf Fußnoten fällt. Nicht selten werden die dort untergebrachten Zusatzinformationen und Literaturhinweise selbst einen profunden Kenner der Materie und Fachliteratur zu neuem Nachdenken führen, zur beflissentlichen Überprüfung des eigenen Wissensbestandes. Eine Stärke des Buches, liegt in der Vielfältigkeit der Zugänge, teilweise über tiefe theoretische Bruchlinien hinweg. […]
So liefert das Buch sehr schönes Anschauungsmaterial, Fallbeispiele und Theorie greifen dabei immer ineinander. Die einzelnen Texte bestechen durch Tiefgang. Die Arbeit ist ein großer Gewinn – schon allein deshalb, weil sie Forschungslücken schließt, was aufgrund der teils schwierigen Quellenlage […]ein Meisterstück ist.“ |
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Ulrike Sümegi, www.theaterforschung.de |
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