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Eva-Maria Siegel
Gewalt in der Moderne
Kulturwahrnehmung, Narration, Identität |
Die Wahrnehmung anderer Kulturen wird auch und nicht zuletzt medial erzeugt. Dabei scheint heute die Darstellung bestimmter Regionen der Erde fast ausschließlich über Gewaltphänomene zu funktionieren. In einer Reihe von literaturwissenschaftlichen Mikroanalysen zeigt Eva-Maria Siegel, in welchem Erkenntnisrahmen Formen der Gewalt dargestellt werden, welche narrativen Muster in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen und wie sich damit unterschwellig die Ausbildung fremder und eigener Identitäten verknüpft. Dabei nimmt sie auch Formen struktureller Gewalt in literarischen Darstellungen in den Blick und gelangt so zu einer erweiterten Perspektive, die an die Stelle eines ‚Clash der Kulturen‘ den ‚Clash der Waffen‘ setzt.
Untersucht werden Texte von Ulrich Schmidel, Immanuel Kant, Alexander von Humboldt, Georg Forster, Franz Mayr, Frieda von Bülow, Hans Paasche, Bertolt Brecht, Egon Erwin Kisch, Maria Leitner, Hubert Fichte, Hans Pleschinski, Alex Capus, Wilfried N’Sondé und Kathrin Röggla. |
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| Eva-Maria Siegel
Eva-Maria Siegel, geb. 1957, Apl. Professorin der Universität zu Köln im Fach Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, Dr. phil. an der Humboldt-Universität zu Berlin, Trainerin und Beraterin mit den Schwerpunkten Coaching und Mediation, wissenschaftliche Forschungs- und Lehrgebiete: Literaturgeschichte 18. bis 21. Jh., Diskurs-, Gattungs- und Mediengeschichte. |
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| Homepage der Autorin: http://siegeltraining.de/cms/index.php |
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| „Wie u.a. die Überlegungen hinsichtlich des Gewaltbegriffs in der Literatur und in den Sozialwissenschaften und die Ausführungen zu Theoremen Kants zeigen, handelt es sich um eine auch theoretisch ambitionierte, aufschlußreiche Studie [...]. Diese gut ausgewählten literarischen Texte [...] lassen sich „drei Epochenzusammenhänge[n]“ zuordnen [...]“ |
| Günter Helmes in: Germanistik, Band 52 Heft 1-2 |
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