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Guoyi Liu
Die Macht der Filmmusik
Zum Verhältnis von musikalischem Ausdruck und Emotionsvermittlung im Film Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Psychologie, Band 19
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Filme haben oft eine enorme emotionale Kraft auf ihre Zuschauer. Doch wie gelingt es Filmemachern die Gefühle der Zuschauer anzuregen oder in eine bestimmte Richtung zu lenken? Oft ist es das komplexe Zusammenspiel von Bild, Filmmusik und Schnitt, welches ein intensives Filmerlebnis kreiert. Wie verbinden sich musikalische und filmische Elemente zu einer fesselnden Filmsprache?
Guoyi Liu nähert sich dieser Fragestellung zunächst mit Hilfe von Sergej Eisensteins Film-Theorie, um diese dann auf die musikalischen und filmischen Elemente in Bernardo Bertoluccis Film Der letzte Kaiser anzuwenden. Liu gelingt es, neue Aspekte der Eisenstein'schen Montagetheorie zu entdecken und für die Filmmusikanalyse fruchtbar zu machen. Erstmalig zeigt sie, dass der Montagetheorie Eisensteins ein Emotionsvermittlungsmodell zugrunde liegt, welches sich wie ein roter Faden durch Bertoluccis Film zieht. In der Analyse wird deutlich, wie die mit Musik von David Byrne, Ryuichi Sakamoto und Cong Su unterlegten Szenen Bertoluccis Filmepos maßgeblich in der Handlungs- und Emotionsvermittlung unterstützen. |
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| „Im Ergebnis darf zusammengefasst werden, dass es der Autorin vorzüglich gelungen ist, den echten Kontext zu beleuchten, wie Regisseure Musik und Bild verbinden. Der interessierte Leser erfährt, wie die von einem Regisseur intendierten Emotionen einzelner Szenen, seines Films vermittelt werden. Den theoretischen Rahmen für ihre Analysen bietet Eisensteins Theorie.“ |
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Prof. Dr. div. hc. Wolfgang G. Walkhoefer, 5/2010 |
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