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Isabell Gössele
Das Kino des Ang Lee
Im Atem des verborgenen Drachen Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Medienwissenschaften, Band 5
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Der „Oscar“ war für Ang Lee im Jahr 2006 nur der letzte Schritt in die Top-Riege internationaler Filmemacher. In seinen Filmen bewegt der gebürtige Taiwanese sich mühelos durch verschiedene Zeitebenen, Kulturräume und Genres – von den frühen taiwanesischen Werken „Das Hochzeitsbankett“ (1993) und „Eat Drink Man Woman“ (1994) über die Jane Austen-Verfilmung „Sinn und Sinnlichkeit“ (1995), das 70er-Jahre-Drama „Der Eissturm“ (1997) und das Kampfkunst-Epos „Tiger & Dragon“ (2000) bis zur preisgekrönten Liebesgeschichte „Brokeback Mountain“ (2005) und dem chinesischen Spionage-Thriller „Gefahr und Begierde“ (2007).
Die Figuren in Ang Lees humorvollen wie eindringlichen Filmen geraten in Konflikt mit den Erwartungen der Gesellschaft, wenn sie versuchen, ihre ureigenen Wünsche auszuleben. Sensibel und erfrischend ambivalent schildert er die familiären Spannungen, die Konfrontationen zwischen Generationen und Kulturen. Die inneren Auseinandersetzungen der Figuren vermittelt er in seiner detailbetonten Bildsprache. Minimale Gesten wie Blicke werden hier zum heimlichen Erzähler der Geschichten.
Isabell Gössele dokumentiert in lebendig-prägnanten Filmanalysen das Gesamtwerk des außergewöhnlichen Regisseurs, sein „Weltkino des Gefühls“. Sie legt den unverwechselbaren „Ang-Lee-Stil“ frei und ergründet, warum seine Geschichten Zuschauer in unterschiedlichsten Kulturkreisen bewegen. |
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| Isabell Gössele
Dr. Isabell Gössele, geb. 1979, studierte Filmwissenschaften, Soziologie und Deutsche Literatur in Konstanz und Mainz. Promotion am Institut für Filmwissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz über das Werk des Regisseurs Ang Lee. Isabell Gössele arbeitet als Online-Journalistin in Stuttgart. |
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| „Ausführliche Einzelanalyen bilden den Schwerpunkt von Isabell Gösseles Dissertation. Auf jeweils zwischen 20 und 30 eng bedruckten Seiten setzt sich Gössele mit den Hauptfiguren, den zentralen Konflikten sowie der filmischen Gestaltungsweise detailliert auseinander.“ |
| Stefan Volk in Film-Dienst Januar 2010 |
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