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Alexander Grimme
Vom Reichtum sozialer Beziehungen
Zum Verhältnis von Gemeinschaft und Sozialkapital |
Ob einzelne Menschen oder ganze Gesellschaften ihre gesetzten Ziele erreichen, hängt bei weitem nicht nur von ihrer finanziellen Ausstattung ab. Zweifelsohne haben soziale Faktoren wie Vertrauen, Gemeinsinn und persönliche Netzwerke einen mindestens ebenso großen Einfluss auf individuellen oder kollektiven Erfolg. Ihr machtvoller Beitrag zur Wohlfahrt ist jedoch subtiler und weitaus weniger greifbar als derjenige von Geld, Anlagen und klassischen Produktionsmitteln.
Alexander Grimme legt in diesem Buch den vielfältigen Reichtum, der in den sozialen Beziehungen verborgen liegt, als Sozialkapital offen. Er entwirft eine erste konsistente Definition, welche Aspekte sozialer Beziehungen als Sozialkapital relevant sind, wie sie wirken und wie sie systematisch zusammenhängen. Dabei zeigt er nachdrücklich auf, welche Rolle gemeinschaftliche Bindungen für das soziale Kapital spielen und welche – im Sozialkapital manifesten – Kräfte Zusammengehörigkeitsgefühle und Gemeinschaftsempfindungen entfalten können. |
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| Alexander Grimme
Alexander Grimme, geboren 1979 in Dortmund, erwarb 2005 seine Diplome in Betriebs- und Volkswirtschaftslehre an der Technischen Universität Dortmund. Seine in Volkswirtschaftslehre geschriebene makroökonomisch ausgerichtete Diplomarbeit mit dem Titel „Sozialkapital und Wachstum“ fokussierte bereits das Thema Sozialkapital, über welches er 2009 schließlich am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Industriesoziologie promovierte. Gepaart mit seinen intensiven Forschungen gilt Alexander Grimme daher heute als ein Spezialist auf dem Gebiet des Sozialkapitals. Zu den wichtigen Stationen seiner außerakademischen Laufbahn zählt seine Selbstständigkeit als IT-Berater und seine Tätigkeit bei der auf Controlling spezialisierten Unternehmensberatung Horváth & Partners. Gegenwärtig berät Alexander Grimme als Datenqualitätsmanagement-Consultant ein renommiertes Bankhaus in Hannover |
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| Alexander Grimme legt den vielfältigen Reichtum, der in sozialen Beziehung als Sozialkapital verborgen ist, offen. Er entwickelt eine umfassende Systematik und theoretische Basis für den Begriff Sozialkapital und zeigt die Rolle gemeinschaftlicher Bindungen für das soziale Kapital auf und welche Kräfte es entfalten kann. Sein Buch wird vor allem die theoretische Diskussion bereichern. |
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Manfred Neuffer, socialnet., 3/2010 |
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| „Alexander Grimme legt in seiner Dissertationsschrift einen betriebs- und volkswirtschaftlichen Beitrag zum Kapitalwert menschlicher Beziehungen vor. Nachdem er zentrale Phänomene "Sozialbeziehung", "Soziakapital", "Soziale Ordnung" und "Gemeinschaft" breit abhandelt, diskutiert Grimme in bemerkenswerter Weise den Transfer eines wirtschaftswissenschaftlich geprägten Kapitalbegriffs auf den Bereich menschlicher Beziehungen. Seine Konklusio stellt er sogleich an den Anfang des Werks: Beim Phänomen "Sozialkapital" handele es sich tatsächlich um Kapital im wirtschaftlichen Sinne, wiewohl nicht alle Merkmale vollends zuträfen und nicht alle Vorbehalte gegen eine einfache Begriffsübertragung entkräftet werden können. So reichert der Autor den aktuellen Diskurs um eine überfällige Perspektive an, mit der er den ökonomischen Wert des Sozialkapitals begründet. Dabei wird weniger auf Ergebnisse empirischer Studien rekurriert denn auf eine sauber entwickelte Argumentationslinie über soziale Prozessvariablen, die eine Steigerung der (gesellschaftlichen, gruppenspezifischen und individuellen) Wohlfahrt bewirken. So liegt beispielsweise ein Kapitalwert sozialer Beziehungen darin, dass menschliche Kooperationen effektivere Problemlösungen herbeiführen, sich der Aktionsradius von Individuen erweitert und Transaktionen zunehmen. Dieser Mechanismus wirkt sich wiederum positiv auf Wohlstand, Wachstum, Gleichheit und Armutslinderung aus - um nur eine Argumentationslinie der Arbeit aufzuzeigen. Die Leserschaft kann jedoch noch weitere relevante Begründungen, wie auch die Grenze des Kapitalbegriffs zur Beschreibung menschlicher Beziehungen, entdecken.“ |
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Frederic Fredersdorf, Soziales Kapital, 4/2011 |
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